600 Kilometer für die Kinderuni
Eine besondere Ferienwoche im Hörsaal in Wien
Foto: Privat
Für spannende Vorlesungen und Workshops reiste die elfjährige Mathea aus Dornbirn quer durch Österreich nach Wien.
Während andere Kinder ihre Sommerferien im Schwimmbad oder am See verbringen, führte die Reise der elfjährigen Mathea aus Dornbirn in diesem Sommer an einen eher ungewöhnlichen Ort: in die Hörsäle der Wiener Universitäten und Hochschulen. Mehr als 600 Kilometer legte sie gemeinsam mit ihrer neunjährigen Schwester Josefine im Nachtzug zurück, um eine Woche lang bei der KinderuniWien dabei zu sein. Und damit hatten die Vorarlbergerinnen einen der längsten Anreisewege der mehr als 4.000 jungen Studenten. Nur ein Kind nahm in diesem Jahr einen noch weiteren Weg auf sich und reiste aus der Schweiz zur Kinderuni in die Bundeshauptstadt.
Dort angekommen, wartete auf Mathea eine Woche voller neuer Erfahrungen. Die KinderuniWien ermöglicht Kindern zwischen sieben und zwölf Jahren, Universitätsluft zu schnuppern, spannende Einblicke in die Welt der Forschung zu erhalten und ihr Programm selbst zusammenzustellen. Auch Matheas Stundenplan war entsprechend abwechslungsreich gefüllt. Neben interessanten Vorlesungen hatten es ihr vor allem die Mitmach-Workshops angetan. „Ich lerne hier immer etwas Neues. Die Workshops sind spannend und es ist einfach ein cooles Angebot“, erzählt die Elfjährige. Für Mathea ist die lange Reise nach Wien längst keine einmalige Sache mehr. Die Kinderuni ist zu einem Fixpunkt in ihren Sommerferien geworden und die Familie plant ihren Aufenthalt in der Bundeshauptstadt mittlerweile gezielt rund um das abwechslungsreiche Programm der Kinderuni. Dass Mathea dafür jedes Jahr quer durch Österreich reist, nimmt sie gerne in Kauf. Schließlich könnte Wien für sie später noch eine ganz andere Bedeutung bekommen. „Ich möchte später einmal in Wien studieren“, verrät die Elfjährige abschließend. (pd/mm)







