Eine Müllverbrennungsanlage mitten im Ortsgebiet – der richtige Standort? Ohne Bauchweh kann an eine Müllverbrennungsanlage in dieser Größenordnung mit weitreichenden Auswirkungen auf die Menschen und Umwelt im ganzen Walgau nicht wirklich gedacht werden. Der geplante Standort liegt praktisch mitten im Wohngebiet von Frastanz, deren besorgte Bewohner bisher „erfolgreich“ außenvor gelassen wurden. Die bisher an den Tag gelegte Scheu der Firma Rondo, auf berechtigte Anliegen und Fragen der unmittelbar betroffenen Menschen konstruktiv zu reagieren, erscheinen mir absolut keine gute Voraussetzung dafür zu sein, ein Großprojekt dieser Art erfolgreich zu realisieren. Die Versorgung der Verbrennungsanlage mit passenden Brennmaterialien soll ausschließlich mit LKWs abgedeckt werden - es wird nach offiziellen Angaben von 74 zusätzlichen LKW-Fahrten täglich von Montag bis Freitag gesprochen. Eine alternative Zubringervariante wurde laut Geschäftsführung von Rondo geprüft und für nicht möglich befunden. Auch hier drängt sich mir die Frage auf, ob ein anderer Standort mit besseren Zubringermöglichkeiten langfristig gedacht nicht sinnvoller wäre. Für die Bevölkerung führt diese Mehrbelastung zu Gesundheits- und Lebensqualitätseinbußen, nicht zuletzt zu vermehrten Gefahrensituationen. Von der erhöhten Abgas- und Schadstoffbelastung in der Luft noch gar nicht gesprochen. Mit Blick auf die bevorstehende UVP-Prüfung fordere ich ein kritisch-verantwortungsvolles Hinsehen aller Beteiligten im Sinne der bestmöglichen Gesundheitserhaltung von Mensch und Lebensraum.
Fehlinformation Baustopp In der Bevölkerung und leider auch in den Medien wird immer wieder behauptet, dass die Gegner der 4-armigen Tunnelspinne sowie die Bürgerinitiative den Baustopp verursacht haben. AKorrekt ist, dass die Verantwortlichen in Politik und Baufirmen sich nicht an den genehmigten Baubescheid halten. Daher wurde von der zuständigen UVP-Behörde bereits 2 mal ein Baustopp veranlasst. Laut Gutachter darf mit dem Tunnelbau erst gestartet werden, - wenn die relevanten Bau- und Schutzabstände im Bereich der Werkstatthalle samt Containeranlage errichtet werden - wenn die fehlenden Schutzzonen für die 20.000 l Dieselkraftstoff errichtet werden - wenn die 6 m hohe Brandschutzwand zwischen dem Werkstattgebäude und dem „Bauhof Felsenau“ errichtet wird. Die „Erzählung“ in der Sendung Vorarlberg heute vom 30.12.25, dass „… für teure Verzögerungen haben zuletzt Einsprüche der Tunnelgegner gesorgt…“ sind FAKE! Die Baustopps haben die Betreiber selbst verursacht!
Das neue Jahr Das Fest der Freude, des Schenkens ist vorbei, weiß jemand noch warum das gewesen ist? Der Umtausch der Geschenke voller Stress und Liebe ist im Gange. Die Kekse sind gegessen und verteilt, die mit großer Vielfalt gebacken wurden. Die zu vielen Essenseinkäufe verfaulen im Müll. Das Neujahr mit Böller und Trara wird gefeiert, es wird weiter geschlemmt, übriges Essen landet in der Tonne. Es geht so vielen gut, doch wird gejammert. Das Leben ist so teuer, Verzicht geht nicht! Wo sind die Leute, die nicht so viel haben? Die sind Armut gewöhnt, die brauchen den Wohlstand nicht. Wer sind die wirklich armen Leute?
Zum Leserbrief von Frau Huber Liebe Frau Christl Huber, ich möchte mich herzlich bei Ihnen bedanken für Ihren tollen Leserbrief vom 18. Dezember. Sie haben sicher nicht nur mir „aus der Seele“ geschrieben, sondern vielen weiteren Leserinnen und Lesern! Ich stimme Ihnen in allen Punkten zu! Auch ich finde diese massive Gebührenerhöhung von Wasser, Abwasser und Abfall unverschämt und sie wird auch viele weitere Erhöhungen nach sich ziehen. Interessant finde ich auch, dass anscheinend nur in Feldkirch z. B. die Abfallgebühren so massiv erhöht werden. Werden wir dann „Abfallkönig“?
Silvester sollte doch eigentlich etwas Schönes sein. Warum muss es laute Feuerwerke geben? Feuerwerke sind schön aber laut. Könnte es auch ohne gehen? Dieses Jahr habe ich mich sehr auf Silvester gefreut und wollte unbedingt bis Mitternacht aufbleiben um den Jahreswechsel mit zu erleben. Als es dann soweit war, hat mich der Lärm der vielen Raketen von überall her zum Weinen gebracht. Aus der erwarteten Freude wurde große Traurigkeit. Ich musste an all die vielen Tiere zuhause und im Freien denken, die jetzt sicher ganz viel Angst und Panik erleben müssen. Ich weiß, dass zu diesem Zeitpunkt Silvester ist, aber die ganzen armen Tiere nicht. Sie müssen unter dem ganzen Lärm leiden und können sich davor nicht schützen. Manche Tiere werden dann sogar aus ihrem Winterschlaf geweckt. Danach gibt es auch sehr viel Müll, den manche Leute einfach liegen lassen. Außerdem gibt es durch die Feuerwerke auch immer wieder Brände und Verletzte. Das heißt sehr viel mehr Arbeit für die Straßenkehrer, die Feuerwehr und die Rettung. Ich wünsche mir, dass das Feuerwerksverbot im Ortsgebiet endlich einmal kontrolliert wird. Und wenn das nicht möglich ist, dann sollte man sich überlegen, den Verkauf von Feuerwerken an Privatpersonen überhaupt zu verbieten!
Feldkirch erhöht die Gebühren Zum Stadtvertretungsbeschluss möchte ich feststellen: Gebührenerhöhungen für Wasser, Abwasser, Müllabfuhr und Parkgebühren in Höhe von 20 bzw. 30 % sind in meinen Augen unverschämt. Die Aussage: seit 2022 keine Erhöhung ist ein Argument. Meine Rente ist seit 2022 nicht um 20 – 30 % gestiegen. Ein Maßstab an den Lebensmittelpreisen finde ich nicht richtig. Die Preise haben sich auch wegen dem Verpackungsgesetz erhöht – und jetzt noch die Stadt Feldkirch. Das die Stadt die letzten 10 Jahre mit dem Montforthaus jährlich bis zu 4 Millionen Euro Verlust gemacht hat, sollen jetzt die Bürger büßen. Hoffentlich hat sich der Herr Bürgermeister im Herbst eine Gehaltserhöhung von 20- 30 % gegönnt?. Anstatt den Stadtrat samt Aufsichtsrat für das Montforthaus zur Rechenschaft zu ziehen z. B. mit der „Amtshaftpflicht“, werden hier einfach die Gebühren erhöht und die Inflation weiter angeheizt. Noch dazu war der vorhergehende Bürgermeister ein „gelernter Banker“ und dann diese Verluste. Wo hat der das Rechnen gelernt? Wie wäre es, wenn man den Verantwortlichen für die Finanzverluste die Gehälter um 20 – 30 % kürzt, bis man ein Jahresergebnis von Null Verlust hat?
Buchvorstellung „Trauma-Labyrinth, mehr als eine Autobiografie“ Am 19.11.2025 fand in Bregenz die Buchvorstellung des heuer veröffentlichten Buches „Trauma-Labyrinth, mehr als eine Autobiografie“, der Vorarlberger Autorin Liane Schiffer, statt. Das Buch ist Vorarlbergs Erstwerk mit besonderer Bezugnahme auf die psychologische Aufarbeitung der Pandemiejahre 2020-2023. Es beschreibt ehrlich und authentisch private und berufliche Folgen der Pandemiemaßnahmen und den daraus resultierenden behördlichen Hürdenlauf. ADass der persönlichen Einladung keine einzige amtierende Politikerin und kein einziger amtierender Politiker folgte, ist sehr schade. Die Veranstaltung wäre eine Möglichkeit gewesen, einander in wertschätzendem Austausch und respektvollem Gespräch begegnen zu können. Es scheint, dass seitens der Politik leider nach wie vor kein ehrliches Zusammenrücken, kein roffener Diskurs und keine Optimierung von Abläufen erwünscht sind. tDem Veranstaltungsteam sowie all jenen, die an der Buchvorstellung teilgenommen haben und Interesse an meinem regionalen, autobiografischen Buch zeigten, herzlichen Dank!
Tierschutz ja – Menschenschutz nein? Heuer fand der Dornbirner Martinimarkt erstmals ohne die lebende Gans statt – jene schnatternde weiße Gans, die jahrzehntelang das liebenswerte Wahrzeichen dieser traditionellen Veranstaltung war. Begründet wurde der Verzicht mit dem Wohl des Tieres: Der kurze Moment, in dem die Gans – wie es der Brauch vorsah – unter dem Arm des Bürgermeisters „begnadigt“ wurde, bedeute Stress. Tierschutz in Ehren. Doch frage ich mich: Wäre es nicht wünschenswert, wenn wir dieselbe Achtsamkeit auch gegenüber dem verletzlichsten Leben in unserer Mitte zeigten – den ungeborenen Kindern? Wenn wir jenes Feingefühl, das wir für Tiere aufbringen, auch ihnen entgegenbrächten, könnten viele Babys das Licht der Welt erblicken. Ich wünsche mir von unseren politischen Verantwortlichen, dass sie Familien stärken und Rahmenbedingungen schaffen, in denen neues Leben willkommen ist. Denn der Mensch ist mehr als ein Teil der Schöpfung – er ist ihr Höhepunkt und trägt Verantwortung für sie. Eine Gesellschaft, die das Leben schützt und achtet, vom ersten Herzschlag bis zum letzten Atemzug, zeigt wahre Menschlichkeit.
Feuer am Dach! Im August zog sich eine Mitarbeiterin der UVP-Behörde des Landes, den Stadttunnel Feldkirch betreffend, wegen „Befangenheit und Intervention“ zurück! (s. VN vom 05. 11.2025 – A2) Werden von Mitarbeiter:innen in einem UVP-Verfahren, bei dem es um schädliche Auswirkungen eines Projektes auf unsere Umwelt, um Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen geht, derartige Gründe für eine Kündigung angegeben, so ist mehr als Feuer am Dach! Da beim Megaprojekt „Tunnelspinne“ das Land Vorarlberg, neben der Stadt Feldkirch und der illwerke vkw AG, Projektbetreiber ist und gleichzeitig als UVP-Behörde für das Genehmigungsverfahren zuständig, ist es für mich nicht vorstellbar, dass nur ein Mitglied der UVP-Behörde einem „Befangenheits- und Interventionsdruck“ ausgesetzt ist bzw. war. „Wieviel „Druck“ hält ein Mensch an einer solchen Stelle aus? Hängt die „Druckresistenz“ auch mit Ängsten um den möglichen Verlust des Arbeitsplatzes zusammen? Sind Menschen, die sich aufgrund der Doppelrolle (Projektbetreiber ist zugleich Prüfer und Genehmiger) zwangsläufig in einer prekären Situation befinden, überhaupt in der Lage, objektiv und unbefangen zu denken und zu handeln? Mein Vertrauen in ein ordentliches, objektiv durchgeführtes UVP-Verfahren ist jetzt endgültig zerstört! Hier scheint vieles im Dunkeln zu liegen. Der Monat Dezember würde sich anbieten, eine Aktion „Licht ins Dunkel“ der etwas anderen Art zu starten.
