LESERBRIEFE

Meinungen aus deiner Region.

Eine Nahaufnahme von einem Füllfederhalter auf weißem Hintergrund
von Burhan Yuece • 21. Oktober 2026
Werte Damen und Herren! Das eigentliche Versagen beginnt dort, wo wir gelernt haben, die Tötung fühlender Lebewesen als Erfolg zu vermarkten. Solange sie nur regional, effizient und wirtschaftlich organisiert ist. Vielleicht sollten wir aufhören, solche Einrichtungen, wie das neue Schlachthaus in Rankweil ausschließlich danach zu beurteilen, was sie für die Landwirtschaft leisten, und endlich fragen, was der Umgang mit Tieren über uns selbst aussagt. Mit freundlichem Gruß, Sibylle Keßler, Ühlingen-Birkendorf
von Burhan Yuece • 20. Oktober 2026
Die Smart-Meter-Falle Jahrelang trommelte die Politik für die Energiewende: Förderungen für E-Autos, Wärmepumpen und PV-Anlagen - Hauptsache weg von fossiler Energie. Nun legt die Realität die Versäumnisse beim Netzausbau gnadenlos offen und die Zeche zahlt der Endverbraucher. Unter dem Deckmantel einer „verursachergerechten“ Tarifreform zieht die E-Control ab 2027 die Daumenschrauben an. Mit dem neuen Leistungspreis wird der Smart Meter zum digitalen Zuchtmeister im Flur. Er misst nicht nur den Gesamtverbrauch, sondern straft künftig jede temporäre Spitze gnadenlos ab: Eine einzige unbedachte Viertelstunde im Monat und schon wird der gesamte Monat auf Höchstleistungstarif abgerechnet. Dazu kommt die eingebaute Technik zur Lastbegrenzung aus der Ferne, die im Ernstfall den Strombezug per Knopfdruck drosselt. Die Krönung des Ganzen: Wer seine Privatsphäre schützen will und von seinem gesetzlichen Recht auf „Opt-Out“ Gebrauch macht, wird mit einer 10-kW-Pauschale bestraft und zahlt hunderte Euro extra pro Jahr. Statt echter Infrastrukturinvestitionen aus den Rücklagen setzt man auf Überwachung, Verhaltensdruck und Abkassieren beim Bürger. So sieht sie also aus, die saubere Zukunft: Erst wurden wir in die Elektro-Falle gelockt, jetzt schnappt der digitale Zähler zu - derzeit noch sanft, aber da ist noch mehr drin!
von Burhan Yuece • 15. Oktober 2026
Wollen wir warten, bis es „wirklich übel“ wird? „Vertretbar ist die Grenze, ab der es wirklich übel wird.“ So hat der UVP-Koordinator des Projekts, „vertretbare (negative) Auswirkungen“ in der Verhandlung mündlich definiert. Genau diese Haltung macht mich fassungslos. In den Fachbereichen Umweltmedizin, Verkehrsplanung, Raumplanung, Landschaftsbild und Baugestaltung, Forsttechnik, Natur- und Landschaftsschutz sowie Lufthygiene werden Auswirkungen als „vertretbar (negativ)“ eingestuft. Gerade bei der Lufthygiene darf man die besonderen Verhältnisse im Walgau nicht ausblenden: Die Region ist regelmäßig von ausgeprägten Inversionswetterlagen betroffen. Dabei kann sich die bodennahe Luft stauen und Schadstoffe können sich schlechter verteilen. Zusätzliche Emissionen verdienen deshalb besondere Vorsicht. Die UVP-Behörde ist dem Vorsorgeprinzip verpflichtet: Mögliche Schäden sollen verhindert werden, bevor sie entstehen – nicht erst, wenn es „wirklich übel“ wird. Frastanz und die angrenzenden Gemeinden haben sich gegen dieses Projekt ausgesprochen. Trotzdem soll uns eine Müllverbrennungsanlage mit möglichen Belastungen für Mensch, Tier und Umwelt vor die Haustür gesetzt werden. Meine Frage an Landeshauptmann Markus Wallner: Wollen Sie Ihrer Heimatgemeinde und dem Walgau wirklich eine Müllverbrennungsanlage vor die Haustür setzen? Muss es erst „wirklich übel“ werden, bevor das Vorsorgeprinzip in Vorarlberg ernst genommen wird?
von Burhan Yuece • 15. Oktober 2026
Fridays for free parking!? Die Proponenten, die jetzt einen kostenlosen Parkplatz für Schüler fordern, sind wahrscheinlich noch vor vier Jahren schilderschwenkend bei jeder FFF Demo gewesen - das lässt mich doch schmunzelnd zurück. Selbst vor 40 Jahren wäre ich nicht auf die Idee gekommen, bei der HTL Bregenz einen kostenlosen Parkplatz einzufordern. Schon gar nicht, wenn der Bus direkt vor der Schultür hält und der Bahnhof nur ein paar Schritte entfernt liegt. Erstaunlich, dass höhere Ziele immer nur gelten, solange die eigene Bequemlichkeit nicht einschränkt wird. Wer glaubt, den Klimawandel bekämpfen zu müssen und Parteien wählt, die sich das auf die Fahne schreiben, sollte sich darüber im Klaren sein, dass das im eigenen Geldbeutel und beim eigenen Lebensstandard spürbar wird. Also bitte nicht mosern, sondern umsteigen oder zahlen und den Obolus für die Rettung des Planeten verbuchen.
von Burhan Yuece • 15. Oktober 2026
UVP-Rondo-Ganahl: Dramatischer Vertrauensbruch UVP-Verhandlung Müllverbrennung Frastanz – 22.09. / 23.09.2026 – Ramschwagsaal Nenzing: Als Bürger von Frastanz mit Parteistellung war ich 27 Stunden bei dieser Verhandlung, die ich massiv „vertrauensgestört“ am 2. Verhandlungstag um 22:30 Uhr verließ, anwesend. Im UVP-Gesetz ist klar verankert, dass Betroffene (Anrainer, Umweltanwälte, Bürgerinitiativen …) dort auf Augenhöhe ihre Argumente vorbringen und das eingereichte Projekt sachlich mit den Gutachtern diskutieren können. Tatsächlich lief es so: Die Sachverständigen leiteten sehr viele Fragen an die Projektbetreiberin weiter, da sie selbst keine Antworten wussten! Einen vollkommen inkompetenten Eindruck hinterließ die Sachverständige für Raumplanung, Landschaftsbild und Baugestaltung. Den Vogel schoss aber der Fachgutachter Lufthygiene ab. Er leitete eine Frage per kumpelhaftem „Du“ an den Rondo-Projektleiter weiter: „Diese Frage kannst Du besser beantworten!“ Inmitten der Verhandlung war es für Rondo somit oft möglich, Werbeeinschaltungen zu tätigen. Man könnte anmerken: Diese „Veranstaltung“ enthielt „Produktplatzierungen“! Solche Vorgangsweisen wurden vom Verhandlungsleiter meistens geduldet, phasenweise sogar unterstützt! Meine Damen und Herren Sachverständige, Herr Verhandlungsleiter, wertes Land Vorarlberg, was war das für eine Vorstellung? Durch eine derartige Verhandlungsweise ließen Sie ein enorm wertvolles demokratisches Instrument, eine UVP-Prüfung, zur Farce verkommen.
von Burhan Yuece • 1. Oktober 2026
Keine Wallner-Müllverbrennungs-Anlage Obwohl die betroffenen Gemeinden dagegen sind, ist unser Landeshauptmann Markus Wallner trotzdem klar für dieses Projekt. Ich finde, unsere Kinder sollen später wissen, wem sie diese Müllverbrennungsanlage zu verdanken haben. Deshalb mache ich es einfach: Für mich heißt sie ab heute die Wallner-Müllverbrennungs-Anlage. Interessant ist dabei die Erinnerung an seine frühere Aussage zu Windrädern. Wallner hat immer wieder gesagt: Es wird kein Windrad gegen den Willen einer Gemeinde aufgestellt. Und bei der Müllverbrennungsanlage gilt das offenbar nicht. Hier übergeht er sogar seine eigene Gemeinde Frastanz. Welcher Politiker wünscht sich so ein Vermächtnis? Und das Besondere an diesem Wallner-Denkmal: Man kann es nicht nur sehen – man kann es sogar riechen.
von Burhan Yuece • 11. September 2026
Die Schule fängt wieder an Kinder und Jugendliche, lernt für eure Zukunft. Seid stark, lasst euch nicht unterkriegen: Das Böse ist schwach. Du kannst dich wehren gegen die Bösen, indem du sie ignorierst. Sei fröhlich und guten Mutes. Das Leben ist kostbar. Gutes und Böses gibt es überall. Seid glücklich und zufrieden, das Leben lohnt es euch.
von Burhan Yuece • 10. September 2026
E-Scooter und Fahrräder im Nenzinger Himmel Am 24. Juli sendete ich eine Anfrage an die Verwaltung der Agrar Nenzing, bezüglich des Befahrens des Gamperdonaweges und im Nenzinger Himmel, ob dies mit E-Scootern erlaubt ist – oder nicht. Auf wiederholte Anfrage erhielt ich dann am 6. August vom Betriebsleiter die Mitteilung, dass laut StVO ein Fahrverbot besteht wie auch bei Fahrrädern. Musste dann allerdings am 14. August bei einem weiteren Tagesausflug feststellen, dass sich noch immer nichts geändert hat und weiterhin mit den E-Scootern gefahren wird. Im Büro der Agrar Nenzing weiß man sehr wohl, dass unter anderem auch die Tochter vom Senn mit dem E-Scooter fährt. Aus dem bisherigen Geschehen muss ich davon ausgehen, dass die sogenannte Freunderlwirtschaft betrieben wird. Hatte schon den Vorschlag unterbreitet, das Fahrverbot mittels Newsletter und Walgaublatt den Hüttenbesitzern und Besuchern des Tales in Erinnerung zu bringen. Am 1. September bekam ich dann vom Betriebsleiter ein Antwortschreiben, wobei er sich für meine Anregung und Geduld bedankte und man die Hüttenbesitzer, Alpverantwortlichen und Gäste in geeigneter Form (?) noch besser informieren werde. Geschehen ist bis heute nichts, obwohl in der Zwischenzeit bereits 6 Newsletter-Informationen versendet wurden. Man versucht es mit der Hinhaltetaktik und wartet bis der Alpbetrieb vorbei ist und mir das Ganze verleidet. Da der Nenzinger Himmel immer noch eine Alpe ist, appelliere ich an die Besucher, unnötige Sachen, welche im Tal ihre Berechtigung haben mögen, zu Hause zu lassen, damit der Nenziger Himmel eine Wohlfühloase bleibt.
von Burhan Yuece • 17. Juni 2026
Temperaturanstieg? Muss man einen Fluss, der nachweislich immer weniger Wasser führt, noch zum Teil um das 5-fache Verbreitern, wenn es andere Vorschläge der Renaturierung und der Sicherheit gibt? Mit 1 Milliarde Euro (ca. Kosten von Abschnitt 1) könnte man vielleicht auch Wichtigeres machen! Zum Beispiel (VN 13.03.2025) für den Hochwasserschutz verstärkt regionale Maßnahmen durchführen, da großflächige Hochwasser wie an der Donau (sprich Rhein) weniger betroffen sind, lokale Starkregenereignisse jedoch deutlich zunehmen. Dazu Worte des 1. Schweizer Rheinbauleiter Ing. J. Wey vor 120 Jahren, die heute noch Gültigkeit haben: „Ein hartnäckiges Festhalten an einer vorgefassten Meinung, selbst an einem Vertrage, wenn er infolge veränderter Verhältnisse als unzweckmäßig oder verfehlt erscheint, ist nicht nur nicht motiviert, sondern verdient verurteilt zu werden!“ Ist das aktuelle Rhesi-Projekt noch Zeitgemäß?
Mehr zeigen

Du möchtest uns deine Meinung sagen?

Schicke uns deinen Beitrag
von Burhan Yuece • 29. Oktober 2026
So umtriebig wia d‘ Fraschtner Schiklübler sind, wünsch i ena zum 100-Jähriga viel Glück und an Johrhundertwinter.
von Burhan Yuece • 29. Oktober 2026
Der Strit zwisch Stadt und Agrar gliecht scho längscht anar Hängepartie. Bloß, dass es bi üs ned nur schwarze und wieße Figura git.