Tierschutz ja – Menschenschutz nein?


Heuer fand der Dornbirner Martinimarkt erstmals ohne die lebende Gans statt – jene schnatternde weiße Gans, die jahrzehntelang das liebenswerte Wahrzeichen dieser traditionellen Veranstaltung war. Begründet wurde der Verzicht mit dem Wohl des Tieres: Der kurze Moment, in dem die Gans – wie es der Brauch vorsah – unter dem Arm des Bürgermeisters „begnadigt“ wurde, bedeute Stress. Tierschutz in Ehren. Doch frage ich mich: Wäre es nicht wünschenswert, wenn wir dieselbe Achtsamkeit auch gegenüber dem verletzlichsten Leben in unserer Mitte zeigten – den ungeborenen Kindern? Wenn wir jenes Feingefühl, das wir für Tiere aufbringen, auch ihnen entgegenbrächten, könnten viele Babys das Licht der Welt erblicken. Ich wünsche mir von unseren politischen Verantwortlichen, dass sie Familien stärken und Rahmenbedingungen schaffen, in denen neues Leben willkommen ist. Denn der Mensch ist mehr als ein Teil der Schöpfung – er ist ihr Höhepunkt und trägt Verantwortung für sie. Eine Gesellschaft, die das Leben schützt und achtet, vom ersten Herzschlag bis zum letzten Atemzug, zeigt wahre Menschlichkeit.

Bernhard Stampfl

von Burcak Erdogan 22. Februar 2026
Am Ende doch noch
von Marcus Ganahl 21. Februar 2026
Vorarlberger Landestheater erhält Umweltzeichen
von Angelika Moder 21. Februar 2026
Gute Laune am Seniorenfasching
von Angelika Moder 21. Februar 2026
Spektakel mit Rahmenprogramm
von Burcak Erdogan 21. Februar 2026
25 Jahre 50plus Weiler
von Burcak Erdogan 21. Februar 2026
Handballclub Sparkasse BW Herren führen Tabelle an
von Marcus Ganahl 21. Februar 2026
Musikverein Lochau sucht nach alten Dokumenten
von Burcak Erdogan 21. Februar 2026
Heiteres Fasnatkränzle
von Angelika Moder 21. Februar 2026
Schottar feiern 50 Jahre Funken
Mehr anzeigen