Aktiver Moorschutz in Schlins

Restaurierung des Mesmerried abgeschlossen – wertvollen Lebensraum gesichert

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    Nach der Fertigstellung erfolgte die Besichtigung.

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    In Moorböden entwickeln sich seltene Pflanzen wie Moose und Orchideen. 

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Fotos: VLK/Hofmeister

Das Mesmerried in Schlins wurde mit vereinten Kräften restauriert und bleibt so als wertvoller Lebensraum erhalten.

Das Mesmerried ist ein rund 0,5 Hektar großes Niedermoor im Wald oberhalb von Gaisbühel. Über viele Jahre wurde Wasser aus dem Moor durch einen Entwässerungsgraben abgeführt. Dadurch konnten sich die für Moore typische Vegetation und -funktion nur eingeschränkt entwickeln. Im Rahmen des bundesweiten LIFE-Projekts AMooRe (Austrian Moor Restoration) wurde das Moor nun erfolgreich restauriert. Im Zuge der Maßnahmen wurde der Entwässerungsgraben verschlossen und mit Holz sowie Hartvinylspundwänden ausgestattet. Ziel ist es, das Wasser wieder länger im Moor zu halten. Dadurch kann sich die typische Moorvegetation wieder entwickeln, seltene Pflanzen wie Moose und Orchideen finden einen geschützten Lebensraum. Auch Tiere wie Libellen und Amphibien profitieren von den verbesserten Bedingungen. Darüber hinaus sind Feuchtgebiete wichtige Kohlenstoff- und Wasserspeicher und leisten einen wertvollen Beitrag zum Klima- und Hochwasserschutz.
Landesrat Christian Gantner betonte kürzlich bei einer Besichtigung: „Es ist uns in Vorarlberg ein großes Anliegen, dieses wertvolle Naturerbe nicht nur zu bewahren, sondern aktiv zu stärken.“


Ehrenamtliches Engagement
Bürgermeister Wolfgang Lässer hob die Bedeutung des Projekts für die Gemeinde hervor. „Ein großes Danke gilt der Agrargemeinschaft Schlins für die Bereitstellung der Fläche und allen Mitgliedern des Vereins Schöcha für ihr ehrenamtliches Engagement.“
Die erfolgreiche Umsetzung der Restaurierung im Mesmerried war nur durch das Zusammenspiel aller Beteiligten möglich. Im Frühjahr setzte ein heimisches Unternehmen die Bauarbeiten zur Verschließung des Hauptentwässerungsgrabens um. Zahlreiche Freiwillige haben nicht nur bei dieser Arbeit mitgeholfen, sie übernahmen auch die vorbereitenden Arbeiten im Winter, wie das Freistellen des Baufeldes und Holzerarbeiten. Zudem verschlossen sie einen weiteren, kleineren Graben durch das händische Einbringen von elf kleinen Holzspundwänden.

Basis für die nachhaltige Umsetzung ist das LIFE-Projekt AMooRe. Es liefert die notwendige finanzielle und organisatorische Unterstützung und dokumentiert durch die wissenschaftliche Begleitung der Universität Kiel den Ausgangszustand und die Wirkung der gesetzten Maßnahmen. (pd/red)