Angespannte Budgetlage in Feldkirch
Foto: Nadine Jochum / Stadtkultur und Kommunikation Feldkirch
Die Stadt Feldkirch weist im Rechnungsabschluss 2025 ein Minus von 28,3 Millionen Euro aus. Einnahmen von 121,7 Millionen Euro stehen Ausgaben von 149,9 Millionen Euro gegenüber.
Insgesamt 30,8 Millionen Euro wurden investiert, vor allem in Kinderbetreuung und Bildung. Für neue Betreuungseinrichtungen flossen 15,7 Millionen Euro, weitere 5,7 Millionen Euro in Schulen. Auch das Altstoffsammelzentrum, die Feuerwehren sowie Infrastrukturmaßnahmen wurden weiter ausgebaut. Zur Finanzierung waren rund 32 Millionen Euro an Fremdmitteln notwendig. „Die Situation ist besorgniserregend, da nicht nur die operative Gebarung mit 3,7 Millionen Euro negativ ist, sondern auch für die Tilgung der Schulden von rund 4 Millionen Euro das Geld fehlt. Sowohl die Investitionen als auch ein Teil der laufenden Kosten müssen über Kredite gedeckt werden“, erklärt Bürgermeister Manfred Rädler.
Belastungen steigen
Die Transferzahlungen an das Land stiegen auf 27 Millionen Euro weiter an. Gleichzeitig erhöhte sich der Schuldenstand auf 151 Millionen Euro, die Pro-Kopf-Verschuldung auf 2.790 Euro. „Diese Entwicklung ist dramatisch“, so Finanzstadtrat Wolfgang Flach. Ein Konsolidierungsprogramm soll den Haushalt bis 2030 stabilisieren.
Zurückhaltung nötig
Künftig setzt die Stadt auf Zurückhaltung bei Großprojekten und Einsparungen im laufenden Betrieb. „Ich bitte die Bürger:innen um Verständnis und Mithilfe. Gemeinsam können wir diese schwierige Phase überwinden“, betont Bürgermeister Rädler. (pd)





