Begegnungen am Bahnhof
Dornbirner Bahnhof wurde zum lebendigen Treffpunkt
Foto: Stadt Dornbirn
Musik, Artistik und persönliche Geschichten verwandelten den Dornbirner Bahnhof für einige Stunden in einen lebendigen Ort der Begegnung.
Normalerweise heißt es am Bahnhof ankommen, umsteigen oder weiterfahren. Am vergangenen Freitag lohnte es sich in Dornbirn jedoch, etwas länger zu bleiben. Bei „Kultur am Bahnhof“ wurde aus dem täglichen Durchgangsort eine Bühne für Musik, Artistik und Begegnungen. Zahlreiche Besucher blieben stehen, kamen ins Gespräch oder ließen sich spontan vom Programm überraschen. Für Aufmerksamkeit sorgte die französische Compagnie „Cie Los Putos Makinas“ mit zeitgenössischem Zirkus und Jonglage. Für die musikalische Begleitung war das Saxophonensemble „I Sax Blos“ der Musikschule Dornbirn verantwortlich. Manche Besucher waren gezielt gekommen, andere entdeckten das Geschehen zufällig auf ihrem Weg durch den Bahnhof.
Besonders persönlich wurde es beim „Büro für Arbajteri“ des Stadtmuseums und der städtischen Stelle „Zusammenleben in Vielfalt“. Anlässlich von 60 Jahren Anwerbeabkommen zwischen Österreich und Jugoslawien wurden historische Fotografien gezeigt. Dabei blieb es nicht beim Betrachten der alten Bilder. Besucher erkannten Menschen wieder, erzählten vom Ankommen und Arbeiten in Vorarlberg und ergänzten die Aufnahmen mit persönlichen Erinnerungen. Mehrere der auf den Fotografien abgebildeten Personen konnten im Laufe des Nachmittags sogar identifiziert werden.
Genau von solchen spontanen Begegnungen lebt „Kultur am Bahnhof“. Die Veranstaltungsreihe bringt Kunst, Musik, Zirkus und Mitmachangebote mitten in den öffentlichen Raum und dorthin, wo täglich unterschiedlichste Menschen aufeinandertreffen. Für einige Stunden war der Dornbirner Bahnhof damit weit mehr als ein Ort zum Ankommen und Abfahren. Er wurde zu einem Treffpunkt, an dem Menschen stehen blieben, miteinander ins Gespräch kamen und Kultur ganz nebenbei zum Teil ihres Alltags wurde. (pd)







