Auf einem Schwarzweißfoto lächelt eine Frau in einem weißen Hemd.

Silvia Böhler

Die Freunde des Klimaschutzes


Einmal mehr wird uns dieser Tage vor Augen geführt, wie Konflikte in weit entfernten Regionen unmittelbare Auswirkungen auf unser Leben haben. Weniger Öl und Gas, damit verbunden höhere Preise, bekommt nicht nur jeder einzelne von uns an der Zapfsäule zu spüren, sondern betroffen sind auch Industrie, Gewerbe und Landwirtschaft. Wer kann, versucht Auto- und LKW-Fahrten einzuschränken – und das wiederum hat Auswirkungen auf unser Klima.


Kein Zweifel: Der Klimaschutz spielt angesichts der aktuellen Krisen und Kriege eine untergeordnete Rolle. Im vergangenen Jahr verzeichnete Österreich wieder einen deutlichen Anstieg der Treibhausgasemissionen um etwa 1,5 bis 2,5 Prozent. Doch kaum jemand interessiert sich dafür. Gerade jetzt wird allerdings deutlich, welchen Wert die heimische Energieversorgung und der Ausbau erneuerbarer Energien haben. Wasserkraft, Solarenergie oder Biogas kennen keine Straße von Hormus, sind unabhängig von Autokraten und internationalen Machtspielen. Der Tenor der Vorarlberger Landtagsabgeordneten lautet deshalb neuerdings: „Erneuerbare Energien sind eine Maßnahme zur Sicherung der Energieversorgung und wirtschaftliche Notwendigkeit“. Einträchtig beschlossen sie vergangene Woche die Aktualisierung der „Strategie zur Umsetzung der Energieautonomie 2026 bis 2030“. Und anstatt politischem Hickhack, gab es gegenseitiges Lob.


Die Energieversorgung ist ein Thema, das ganz oben auf der politischen Agenda steht. Nicht nur in Europa oder Österreich, sondern auch in Vorarlberg. Das Land hat sich bereits im Jahr 2009 dazu bekannt, energieautonom zu werden. Diese Bemühungen sollen nun konsequent fortgesetzt und die Abhängigkeit von importiertem Öl und Gas verringert werden. Das Ziel: Vorarlberg soll sich bis 2050 autark mit Energie versorgen können. Neben dem Ausbau von Wasserkraftwerken, der Solarenergie oder Erdwärme finden mittlerweile auch Windräder eine Zustimmung – zumindest bei den Abgeordneten. Selbst jene, die sich lange Zeit als Gegner positionierten, lenken ein. Es müssen alle Potenziale ausgeschöpft werden, lautet das neue Credo.


Das Streben nach Energieautonomie – aus welchem Grund auch immer – eignet sich hervorragend für den Kampf gegen den Klimawandel. Dort wo politische Unterstützung bisher fehlte, erweist sich nun die Irankrise als effektiver Treiber. Sind der Iran und Donald Trump gar die besten Freunde des Klimaschutzes? Auch wenn nun noch mehr Solarmodule auf Dächer geschraubt, Elektroautos gekauft und Windräder errichtet werden, bleibt noch viel zu tun. Die positive Entwicklung in den vergangenen Jahren und die angekündigten Ziele der Abgeordneten geben aber Hoffnung.

von Burhan Yuece 18. März 2026
Jetzt will i koan Schnee meh. Üsere Gaschtgärta i da Stadt sind so schöa und dött will i i da Sunna sitza und a kle blöd über t‘Lüt reda.
von Burhan Yuece 18. März 2026
I bi mir grad ned sicher, was Köpf meh rücha lot: Dia plante Verbrennungsalag vom Rondo oder dia Pris a dr Tankstell.
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