Dornbirn rüstet sich fürs Klima

Stadt verstärkt ihre Vorsorge gegen Hitze, Starkregen und Trockenheit

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    Mehr Grün für die Stadt: Jährlich werden in Dornbirn rund 300 Bäume gepflanzt.

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Foto: Stadt Dornbirn

Mit mehr Grün, weniger Versiegelung und besserem Hochwasserschutz bereitet sich die Stadt Dornbirn auf die Folgen des Klimawandels vor.

Mehr Hitzetage, stärkere Niederschläge und längere Trockenperioden: Die Folgen des Klimawandels sind auch in Dornbirn messbar. Mit einer neuen Klimawandelanpassungsstrategie bündelt die Stadt nun bestehende Aktivitäten und legt fest, wo in den kommenden Jahren zusätzlich gehandelt werden soll. Ein Schwerpunkt liegt auf der zunehmenden Hitze im Stadtgebiet. Mehr Bäume und Grünflächen sollen Schatten und Abkühlung bringen, während entsiegelte Flächen weniger Wärme speichern und zugleich Regenwasser aufnehmen können. Auch frei zugängliche kühle Orte sollen künftig stärker berücksichtigt werden. Gleichzeitig rückt der Umgang mit Wasser in den Mittelpunkt: Bei Starkregen soll möglichst viel davon vor Ort aufgenommen und zurückgehalten werden, während in längeren Trockenphasen eine gesicherte Wasserversorgung an Bedeutung gewinnt. Eine wichtige Rolle spielt dabei das bereits eingesetzte Schwammstadtprinzip.
Wie deutlich sich das Klima verändert hat, zeigen die Daten für das Dornbirner Rheintal. Die durchschnittliche Jahrestemperatur stieg von 9,75 Grad im Zeitraum 1971 bis 2000 auf 10,61 Grad zwischen 1991 und 2020. Noch markanter ist die Entwicklung bei Hitzetagen mit mehr als 30 Grad: Ihre Zahl nahm im Schnitt von 3,4 auf knapp neun Tage pro Jahr zu. Auch Tage mit besonders starken Niederschlägen haben zugenommen. Mit der neuen Strategie wurden 13 weitere Maßnahmen entwickelt. Dazu zählen zusätzliche Begrünungen und Entsiegelungen, Hitzevorsorge und kühle Orte, eine bessere Vernetzung von Grünräumen, Hochwasservorsorge sowie der Schutz wichtiger Infrastruktur. Dabei baut die Stadt auf bereits laufenden Aktivitäten auf: Jährlich werden etwa 300 Bäume aus rund 50 verschiedenen Arten gepflanzt. Zudem gehören Hochwasserschutz, Wasserversorgung, Entsiegelungen, Waldpflege und Gefahrenvorsorge schon heute zu den Aufgaben der Stadt. Die neuen Maßnahmen sollen nun auf Wirksamkeit, Machbarkeit und Kosten geprüft und schrittweise weiterentwickelt werden. (pd)