Gemeinden werden eingebunden
Geplantes Reststoffkraftwerk in Frastanz sorgt weiter für heiße Diskussionen
Foto: Manuela Zech
Mehrere Bürgerbewegungen organisierten am vergangenen Donnerstag eine friedliche Protestaktion vor dem Schlinser Gemeindeamt.
Dort fand eine Informationsveranstaltung für die Walgauer Bürgermeister zur geplanten Müllverbrennungsanlage (Reststoffkraftwerk) der Rondo Ganahl AG statt. Bei ihrer Protestaktion hielten sich die Teilnehmer symbolisch an einer Drachenschnur fest. Damit sollte eine sichtbare Verbindung zwischen den Menschen im Walgau und im Rheintal, die sich für den Schutz ihres Lebensraums einsetzen, entstehen. Bisher haben rund 2.800 Personen die Petitionen gegen das geplante Reststoffkraftwerk der Rondo Ganahl unterschrieben. Derzeit läuft ein UVP-Verfahren. Die Bürgerinitiativen kritisieren nicht nur mangelnde Kommunikation, sondern bekritteln auch, dass es in Buchs – nur rund 12 Kilometer von Frastanz entfernt - bereits ein ähnliches Kraftwerk gäbe. Dort wird auch der Müll aus Vorarlberg verbrannt. Eine zweite Anlage in Vorarlberg sei daher wenig sinnvoll. Befürchtet wird, dass sich der Bau einer solchen Anlage negativ auf die Wohnqualität in den umliegenden Gemeinden auswirken würde.
Offene Kommunikation
Am Zug sei jetzt die Politik, argumentieren die Protestbewegungen. Zudem wird eine ehrliche und offene Kommunikation von den Betreibern erwartet und kein Verhandeln hinter verschlossenen Türen. Im Sitzungssaal des Schlinser Gemeindeamtes waren die 14 Bürgermeister beziehungsweise Bürgermeisterinnen des Walgaus geladen. Denn auch die Gemeindeoberhäupter wünschen sich, dass sie vermehrt in das geplante Projekt eingebunden werden. Diesem Wunsch will Rondo Ganahl nun entsprechen, sagte Florian Themeßl-Huber, Obmann der Regio Walgau nach dem Gespräch mit dem ORF Vorarlberg. „Rondo Ganahl ist bereit, jetzt in den kommenden Tagen und Wochen noch einmal intensiv in den Gemeindevertretungen und den zuständigen Ausschüssen Rede und Antwort zu stehen. Das haben wir heute vereinbart und dann wird es an der jeweiligen Gemeindevertretung liegen, ob sie sich im Rahmen des Verfahrens äußert oder eben nicht.“ (red)








