Grundwasser auf Rekordtief

Feldkirchs Trinkwasserversorgung ist aber gesichert

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    So sieht eine Messstation in Feldkirch aus.

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    Die Farbe rot sagt: „sehr niedriger Grundwasserstand“. 

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Fotos: Stadtwerke Feldkirch /Screenshot BMLUK

Greenpeace meldete Anfang der Woche historische Tiefstände an zwei Feldkircher Messstellen. Die Stadtwerke Feldkirch beobachten die Lage und sehen die Trinkwasserversorgung weiterhin gesichert.

Das Grundwasser ist in vielen Teilen Österreichs ungewöhnlich niedrig. Greenpeace hat 227 Messreihen ausgewertet und an rund der Hälfte der Messstellen lag der Stand Mitte Oktober so niedrig wie zu dieser Jahreszeit noch nie. In Vorarlberg betrifft das 19 von 25 Messstellen.

Altenstadt und Nofels 

An zwei davon – in Altenstadt und Nofels – wurde laut Greenpeace sogar der niedrigste Wert der jeweiligen Messreihe erreicht. 
Die Messstelle in Altenstadt liegt im Bereich der Kreuzung Oberriegierdammweg, Dammweg und Schlatweg. Die zweite befindet sich im Matschels in Nofels. Die Grundwasserstände werden laut Stadtwerken selbstverständlich auch vielfach vom Land Vorarlberg gemessen. 

Wenig Regen, wenig Schnee
Die niedrigen Werte fallen in ein trockenes Jahr. Auch im Winter gab es wenig Schnee – damit fiel die Schneeschmelze entsprechend gering aus. Die Stadtwerke Feldkirch bestätigen, dass die Grundwasserstände wegen der geringen Niederschlagsmengen derzeit sehr niedrig sind. Sie beobachten die Entwicklung. Bei der Trinkwasserversorgung sehen die Stadtwerke aktuell keinen Grund zur Beunruhigung. Feldkirch könne ausreichend Trinkwasser bereitstellen, gespart werden müsse es derzeit nicht.

Die Messungen
Die Schüttung der Trinkwasserquellen liegt 22 Prozent unter dem langjährigen Mittel. Das fehlende Quellwasser gleichen Grundwasserbrunnen in der Felsenau und im Frastanzer Ried aus. Dort verzeichnen die Stadtwerke derzeit wieder eine steigende Tendenz der Grundwasserstände.

Brunnen haben Spielraum
Wie viel Abstand zum Grundwasser nötig ist, zeigt das Beispiel des Trinkwasserbrunnens 4 in der Felsenau. Der dortige Grundwasserleiter ist rund 39 Meter mächtig. Sein natürlicher Schwankungsbereich beträgt etwa 2,5 Meter. Der Brunnen reicht 30 Meter tief. Das Grundwasser liegt derzeit rund 2,9 Meter unter der Geländeoberkante. Die Pumpen befinden sich 11,9 Meter unter der Geländeoberkante – damit liegen sie etwa neun Meter unter dem aktuellen Grundwasserstand. Laut Stadtwerken ist also noch Spielraum vorhanden. Bei den anderen Trinkwasserbrunnen sei die Situation ähnlich.

Die aktuellen Tiefstände sind dennoch ein Hinweis darauf, wie stark trockene Phasen die Wasserressourcen beanspruchen können. Auch wenn Feldkirchs Trinkwasserversorgung derzeit gesichert ist, empfehlen die Stadtwerke, Wasser immer bewusst zu verwenden. (ice)