Medaillengewinner hört auf
Das Bludenzer Rodel-Ass Jonas Müller beendet mit 28 Jahren seine aktive Karriere
Foto: Stadt Bludenz
Am Sonntag gab der zweifache Silbermedaillengewinner der Olympischen Winterspiele 2026 bekannt, dass er mit dem Rodelsport aufhört. Für den 28-Jährigen fühlt sich die Entscheidung „absolut richtig“ an.
In einem schriftlichen Statement an den Verband, erklärt Jonas Müller seinen Rücktritt: „Ich hatte eine tolle Zeit mit großartigen Erfolgen und bin allen, die mich auf meinem Weg unterstützt haben, sehr dankbar. Allen voran meinen Eltern, dem Trainer- und Betreuerteam, der gesamten Mannschaft und dem Verband.“ Nun sei es aber Zeit, neue Wege abseits des Eiskanals einzuschlagen. Denn als Rodler denke man immer in Olympiazyklen. „Ich möchte nicht noch einmal vier Jahre dranhängen“, spricht er offen von Motivationsproblemen.
Aufwand ist enorm
Der Aufwand, um ganz vorne mitspielen zu können, sei enorm. „Eine Saison dauert 14 Wochen, die Vorbereitung zieht sich über acht Monate. Ich müsste längst wieder voll trainieren, um Ansprüche stellen zu können. Der Erfolgshunger hat nachgelassen, es ist der richtige Zeitpunkt, ein neues Kapitel abseits des Leistungssportes aufzuschlagen“, argumentierte er in einem Interview mit dem ORF Vorarlberg. Seit seinem siebten Lebensjahr war der Bludenzer aktiver Rodler. Die größte Zeit seines Lebens verbrachte er – wie er selbst sagt – auf der Rodel. Seine Karriere war geprägt von vielen schönen Momenten, aber auch von Tiefschlägen. Die größten Erfolge als Sportler sind zwei Welt- und fünf Europameistertitel sowie zwei Olympiasilbermedaillen. Dazu kommen noch vier Weltcupsiege (ohne Teamstaffel).
Konkrete Pläne für die Zukunft hat Müller noch nicht. „Ich werde das mit dem Bundesheer besprechen, was man machen kann. Da gibt es die berufliche Bildung. Für uns Sportler ist das natürlich extrem wichtig, dass man auch nach der Karriere eine Zukunft hat.“
Freilich will er auch dem Rodelsport in irgendeiner Form verbunden bleiben. (red)







