Mit höchster Auszeichnung geehrt

Die Bregenzerin Hildegard Breiner erhält Österreichischen Naturschutzpreis

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    30 Jahre stand sie an der Spitze des Naturschutzbundes Vorarlberg. 

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Foto: Land Vorarlberg / 7PRO.TV

Seit 30. Juni 2026 ist Hildegard Breiner, langjährige Obfrau des Naturschutzbundes Vorarlberg sowie Präsidialmitglied des Naturschutzbundes Österreich, offizielle Trägerin des Österreichischen Naturschutzpreises.

Die Medaille, wurde im Rahmen der Jahreshauptversammlung des Naturschutzbundes Vorarlberg in Dornbirn von Thomas Wrbka, Präsident des Naturschutzbundes Österreich, übergeben. Bereits seit Jahrzehnten ist Hildegard Breiner als Grande Dame der Natur- und Umweltbewegung gegen Atomenergie, für erneuerbare Energien und im Natur- und Umweltschutz aktiv. Als Anti-Atom-Aktivistin der ersten Stunde war sie schon im Widerstand gegen die Inbetriebnahme des AKW Zwentendorf engagiert. Von 1995 bis 2026 war Hildegard Breiner zudem Obfrau des Naturschutzbundes Vorarlberg.

Begeisterung und Ausdauer
Der Österreichische Naturschutzpreis wird seit 1975 vom Naturschutzbund Österreich vergeben und zählt zu den renommiertesten Auszeichnungen im österreichischen Natur- und Umweltschutz. Geehrt werden Persönlichkeiten, die mit hoher fachlicher Kompetenz, gesellschaftspolitischer Relevanz und Zivilcourage zur öffentlichen Auseinandersetzung mit Umwelt- und Naturschutzthemen beitragen. Besonders gewürdigt werden mutiges öffentliches Auftreten und nachhaltiger Einsatz für den Schutz von Natur und Umwelt. Ihre Begeisterung, mit der sie ihre Erfahrungen mit jungen Aktivistinnen teilt, ist ansteckend und ermutigt zum Weitermachen – denn „Ausdauer ist die Macht der Ohnmächtigen“, wie Breiner selbst immer wieder bewiesen hat.
1996 rief die Bregenzerin die „SonnenSchein-Kampagne“ ins Leben, um die Vorarlberger für die Photovoltaik zu sensibilisieren. Sie erreichte, dass die Landesregierung Mittel für Öffentlichkeitsarbeit und den Bau von Photovoltaikanlagen bereitstellte. Die Kampagne war erfolgreich: Bereits in den ersten beiden Jahren wurden in 30 der 96 Vorarlberger Gemeinden Solarstrom-Gemeinschaftsanlagen errichtet.

Viele Auszeichnungen
Nach 30 Jahren an der Spitze des Naturschutzbundes Vorarlberg wurde sie außerdem im Rahmen der Jahreshauptversammlung in der inatura Dornbirn als Obfrau feierlich verabschiedet. Bereits 2021 erhielt sie das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich. Vonseiten des Landes Vorarlberg wurde sie im Jahr 2000 mit dem Großen Verdienstzeichen und im Jahr 2018 mit dem Silbernen Ehrenzeichen ausgezeichnet. Im Jahr 2008 erhielt sie zudem den Dr.-Toni-Russ-Preis. (red)