Motus Quartett
Stilistische Vielfalt mit Wien-Bezug in Villa Falkenhorst
Foto: Veranstalter
Mit einem Bogen von der Wiener Klassik über die musikalische Moderne bis zur spätbeethovenschen Klangwelt führt das Motus Quartett am Sonntag, 15. März, 17 Uhr in der Villa Falkenhorst durch das Programm.
Joseph Haydns Streichquartett g-Moll op. 74 Nr. 3, das berühmte „Reiterquartett“, entstand während Haydns Londoner Reisen, doch wurzelt seine formale Klarheit tief in jener wienerischen Quartetttradition, die Haydn begründet hat. Anton Weberns 5 Sätze für Streichquartett op. 5 hingegen stehen exemplarisch für die radikale expressive Verdichtung der Zweiten Wiener Schule – Miniaturen, in denen jeder Klang zum Ereignis wird. Den Abschluss bildet Ludwig van Beethovens Es-Dur-Quartett op. 127, das erste der späten Quartette, in denen Beethoven auf unvergleichliche Weise die Grenzen des Genres erweitert und damit das Streichquartett endgültig zu einem philosophischen Raum erhoben hat.
Das vielfach preisgekrönte Motus Quartett wurde 2022 gegründet und besteht aus Tim de Vries (Niederlande), Karla Križ (Kroatien), Erin Pitts (USA) und Domonkos Hartmann (Ungarn). Es zählt zu den spannendsten Ensembles seiner Generation. Die vier Musiker studieren bei Johannes Meissl an der mdw und erhielten prägende Impulse unter anderem von Hatto Beyerle, Valentin Erben, und Peter Schuhmayer. Internationale Anerkennung erhielt das Ensemble unter anderem mit dem 1. Preis und Sonderpreis der Frühklassik beim Internationalen Joseph Joachim Wettbewerb Weimar 2025, dem 3. Preis und zwei Sonderpreisen beim Trondheim International Chamber Music Competition, sowie dem mdw Great Talent Award. (pd)







