Bludesch setzt auf Wald mit Zukunft
Gemeinde freut sich über PEFC-Zertifizierung
Foto: sb
Die Gemeinde Bludesch ist nun eine PEFC-Gemeinde und will damit bei Holz- und Papierprodukten noch stärker auf regionale Kreisläufe und eine verantwortungsvolle Waldbewirtschaftung setzen.
Nachhaltigkeit beginnt vor der eigenen Haustür – und für die Gemeinde Bludesch auch im eigenen Wald und der Gemeindeverwaltung. Mit der Zertifizierung als PEFC-Gemeinde will Bludesch künftig noch stärker auf Produkte aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern setzen. Das entsprechende Zertifikat wurde vergangene Woche an Bürgermeister Martin Konzet übergeben.
Treibende Kräfte hinter der Zertifizierung waren PEFC-Botschafter für Vorarlberg, Günter Dünser, und Gemeindevertreterin Karin Feuerstein. Aber auch Bürgermeister Martin Konzet war rasch von der Idee überzeugt: „Das PEFC-Zertifikat zeichnet sich durch seine Einfachheit sowie einen geringen bürokratischen Aufwand aus.“ Zudem sind die Forstbetriebsgemeinschaft Jagdberg und der Klosterwald bereits PEFC-zertifiziert. Auch bei Möbeln sowie Schul- und Papiermaterialien erfülle die Gemeinde bereits einen großen Teil der Anforderungen. „Bludesch ist in Sachen Natur- und Umweltschutz sehr aktiv und eine Vorzeigegemeinde“, betont Bürgermeister Konzet. Mit der Zertifizierung soll dieses Engagement für Nachhaltigkeit, verantwortungsvolle Waldbewirtschaftung und regionale Wertschöpfung nun auch nach außen sichtbar gemacht werden.
Wald im Wandel
Hinter dem PEFC-Siegel steht ein umfassender Ansatz: Wälder sollen wirtschaftlich genutzt, gleichzeitig aber auch ökologisch nachhaltig und sozial verträglich bewirtschaftet werden. Dazu gehören unter anderem sichere Arbeitsbedingungen und eine faire Entlohnung der Mitarbeitenden nach den geltenden Kollektivverträgen. Eine zeitgemäße Waldbewirtschaftung verabschiedet sich zudem von den einseitigen Monokulturen der Vergangenheit. Im Mittelpunkt steht vor allem die Klimaresilienz. „Angesichts des rasanten Klimawandels reicht das alte Prinzip, nur so viel Holz zu ernten, wie nachwächst, nicht mehr aus. Wir brauchen stabile und gesunde Wälder, die widerstandsfähig gegenüber Naturkatastrophen sind und einen Beitrag zur Bewältigung des Klimawandels leisten“, sind sich Günter Dünser und Walter Amann, Betriebsleiter der Forstbetriebsgemeinschaft Jagdberg einig. Dazu wird die Artenvielfalt im Wald gefördert. Neben heimischen Baumarten werden auch Gastbaumarten wie die Douglasie eingesetzt. Walter Amann: „Das geht möglicherweise zulasten der Wirtschaftlichkeit. Letztlich geht es aber darum, die vielfältigen Funktionen des Waldes langfristig zu erhalten.“ Mit der PEFC-Zertifizierung möchte Bludesch diesen Weg nun weitergehen. (sb)






