Photoshop statt Dunkelkammer

Fotograf Christian Stuppner im Museum des Wandels der Schaffarei im AK Foyer

  • Bildtitel

    Christian Stuppner am 19. März im AK Foyer.

    Button

Foto: Hanno Mackowitz

Die Ausstellung des Museums des Wandels trägt den Titel „Der Fotograf Christian Stuppner – Photoshop statt Dunkelkammer“.

Das Museum des Wandels macht die Entwicklung unserer Arbeitswelt für alle sichtbar. Es ist ein Treffpunkt für Menschen, die sich mit Veränderungen befassen oder neugierig auf die Geschichte und Zukunft der Arbeit sind.

Noch vor wenigen Jahrzehnten war der Berufsalltag vieler Menschen stark von körperlicher Arbeit geprägt. Handwerk, Produktion oder handfeste Tätigkeiten verlangten Ausdauer, Geschick und vollen körperlichen Einsatz. Zwar gehörten Denken und Planung immer dazu, doch der Rhythmus des Tages wurde von körperlicher Leistung bestimmt.


Mit der fortschreitenden Technisierung veränderte sich vieles. Maschinen und mechanische Hilfsmittel erleichterten körperlich anstrengende Arbeiten und steigerten die Effizienz. Später traten Computer und digitale Technologien in den Berufsalltag ein. Sie erforderten weniger Muskelkraft, dafür zunehmend analytisches Denken, technisches Verständnis und kreatives Gestalten. Arbeitsabläufe wurden neu organisiert, ganze Berufsprofile veränderten sich grundlegend.

Christian Stuppners Welt
Auch in der Welt der Gestaltung und Bildproduktion vollzog sich ein solcher Wandel. Früher entstanden Werke durch klassische Malerei, Zeichnung oder handwerkliche Collagen, die aufwendig zusammengesetzt wurden. Fotografien wurden im Labor entwickelt, Bildmaterial geschnitten, geklebt und arrangiert. Jede Veränderung erforderte Zeit, Geschick und Geduld und machte deutlich, wie stark sich die Arbeitsweisen im Laufe der Jahre wandelten. Doch wie genau der Übergang von Handwerk und analoger Bildgestaltung zu den digitalen Möglichkeiten verlief, weiß noch Christian Stuppner.

Der Wandel
Stuppner wurde 1958 in Tirol geboren. Nach seiner Lehre als Fotograf in Tirol begann er im Vorarlberger Medienhaus noch in der klassischen Schwarz-Weiß-Dunkelkammer. Chemie, Licht, Papier und präzises Handwerk bestimmten den Arbeitsalltag.


Nur wenige Jahre später arbeitete er an den ersten Macintosh-Computern, auf denen Adobe Photoshop lief. Es war das Jahr 1990, die Programme waren auf Englisch, Handbücher gab es kaum. Lernen bedeutete ausprobieren, Fehler machen und weitermachen. Schritt für Schritt tasteten Stuppner und seine Kollegen sich in eine neue digitale Arbeitswelt vor.

Aus der Dunkelkammer wurde digitale Bildbearbeitung, aus einzelnen Fotografien gestaltete man komplette Zeitungsseiten am Bildschirm. Stuppner erlebte, wie sich sein Berufsbild innerhalb weniger Jahre radikal veränderte – und er gestaltete diesen Wandel aktiv mit.


Bei der Vernissage am Donnerstag, 19. März, um 19 Uhr spricht Kuratorin Michaela Feurstein-Prasser mit Stuppner über seine Erfahrungen, die Herausforderungen seines Berufs und die rasante Entwicklung der Branche. Die Ausstellung macht deutlich, dass Wandel kein abstrakter Begriff ist, sondern konkret, persönlich und sichtbar – in Biografien, Werkzeugen und Bildern. (ice)

von Silvia Boehler 18. März 2026
Rollis laden zur großen Party
von Silvia Boehler 18. März 2026
„Min Guata Lada“ Tosters
von Silvia Boehler 18. März 2026
Mit Herzblut dabei
von Marcus Ganahl 18. März 2026
Seniorentanz in Lauterach
von Burcak Erdogan 18. März 2026
Feldkircher Liedertafel
von Angelika Moder 18. März 2026
Landschaftsreinigung in Frastanz
von Angelika Moder 18. März 2026
Outdoor-Erste Hilfe Kurs
von Marcus Ganahl 18. März 2026
Thema Erben als Theaterstück
von Angelika Moder 18. März 2026
„Masters of Dirt“ wird zum Spektakel
Mehr anzeigen