Portal ins Unbekannte
Kunstraum Dornbirn verwandelt sich in begehbare Science-Fiction-Landschaft
Foto: Günter Richard Wett
Mit „47°24’35’’N / 9°44’20’’E“ präsentiert der Italiener Davide Allieri im Kunstraum Dornbirn sein bislang größtes Environment.
Wer den angegebenen Koordinaten folgt, erreicht den Kunstraum Dornbirn. Doch was sich hier eröffnet ist kein eindeutig kartografierbarer Raum, sondern ein Schwellenzustand. Allieri macht die historische Industriehalle zum Ausgangspunkt eines enigmatischen Environments. Leuchtende Portale, drohnenhafte Skulpturen und ein Netz aus Kabeln, Licht und eigens komponiertem Sound schaffen eine Atmosphäre zwischen Zukunftsvision und metaphysischem Zwischenreich.
Die monumentalen Objekte aus Fiberglas und der immersive Klang von Francesco Peccolo lassen die menschliche Präsenz klein erscheinen und erzeugen das Gefühl eines Schwellenzustands – weder Anfang noch Ende, weder Realität noch Fiktion. Allieris Installation ist speziell auf die Architektur des Kunstraums zugeschnitten und nutzt die industrielle Vergangenheit der Halle als Ausgangspunkt für eine enigmatische Erfahrung.
Besuchende betreten eine fremdartige Sphäre, in der die Zukunft offen, die Funktion der Technik unklar und die Bedeutung des Portals unbestimmt bleibt. Die Ausstellung stellt Fragen nach der Richtung der Zeit und der Rolle des Menschen zwischen Erinnerung und Zukunft – und lädt dazu ein, das Danach selbst zu ergründen. Die Ausstellung wurde am vergangenen Donnerstag eröffnet und ist noch bis zum 21. Juni im Kunstraum Dornbirn zu sehen. (pd)








