Rhesi offiziell eingereicht

Österreich und Schweiz treiben gemeinsames Jahrhundertprojekt voran

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    So werden der Rhein und das Rheinvorland auf Höhe Lustenau nach dem Bau von Rhesi aussehen. 

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Foto: IRR Visualisierung

Mit der Einreichung des Milliardenprojekts Rhesi startet nun das Genehmigungs- und Prüfverfahren in Österreich und der Schweiz.

Nach 15 Jahren intensiver Planungsarbeit hat das Hochwasserschutzprojekt Rhesi den bislang wichtigsten Meilenstein erreicht. Vergangene Woche wurden die umfangreichen Projektunterlagen offiziell zur Genehmigung und Vorprüfung eingereicht. Damit startet in Österreich das Umweltverträglichkeitsprüfungsverfahren (UVP), während in der Schweiz die umfassende Vorprüfung eingeleitet wurde. Landeshauptmann Markus Wallner, die St. Galler Regierungsrätin Susanne Hartmann sowie Rhesi-Projektleiter Markus Mähr präsentierten im Rhein-Schauen in Lustenau die Eckdaten des Vorhabens. Das Projekt „Rhein-Erholung-Sicherheit“ beschäftigt die Region bereits seit 2005. Nach der Festlegung auf eine Bestvariante im Jahr 2018 sowie dem Staatsvertrag 2024 folgt nun der nächste große Schritt Richtung Umsetzung.
Im Mittelpunkt steht der verbesserte Hochwasserschutz für rund 300.000 Menschen entlang des Rheins. Die Abflusskapazität des Alpenrheins soll dabei von derzeit 3.100 auf 4.300 Kubikmeter pro Sekunde erhöht werden. Hintergrund sind zunehmende Extremwetterereignisse infolge des Klimawandels. Ein sogenanntes 300-jährliches Hochwasser könnte Schäden von bis zu 14 Milliarden Euro verursachen. Neben dem Hochwasserschutz soll der Rhein auch ökologisch aufgewertet werden. Geplant sind Renaturierungen und neue Naherholungsräume entlang des Flusses. Insgesamt umfasst das Projekt mehr als 23.000 Seiten Unterlagen und gilt als größtes Renaturierungsprojekt Europas. Die Kosten werden derzeit mit über zwei Milliarden Euro beziffert und von Österreich und der Schweiz getragen. Bei positivem Verlauf der Verfahren könnte der Baustart in rund drei Jahren erfolgen. In den kommenden Monaten informiert Rhesi mit einer mobilen Ausstellung in mehreren Rheingemeinden über das Projekt. In Lustenau macht der Info-Bauwagen Ende September Station. (pd/mm)