Neue Rote Liste der Libellen Vorarlbergs

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    Libellen sind nicht nur selten zu sehen, sondern viele Arten sind gefährdet und findern sich auf der Roten Liste, die kürzlich von inatura veröffentlicht wurde, wieder.

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Foto: sympetrum-fonscolombii_2017-06-02_5969-mirrored_jgfRL-13_odonata_cover


Rote Listen informieren über den Gefährdungsgrad einzelner Tier- und Pflanzenarten, sind Gradmesser für den Zustand unserer Umwelt im Allgemeinen. Die kürzlich durch die inatura Erlebnis Naturschau Dornbirn veröffentlichte Rote Liste der Libellen Vorarlbergs ist hier keine Ausnahme.

 

In Vorarlberg sind aktuell 62 Libellenarten nachgewiesen. Davon wird nur ein Drittel als ungefährdet eingestuft, 16 Prozent sind in der Vorwarnstufe, und beinahe die Hälfte der Arten (47 %) ist in unterschiedlichem Ausmaß gefährdet. Zu zwei Arten liegen so wenige Meldungen vor, dass eine Gefährdungseinstufung nicht möglich ist. Gegenüber einer alten Aufstellung aus dem Jahr 2001 wurden zwar 19 Arten in ihrer Gefährdung herabgestuft, aber bei 13 hat sich der Gefährdungsgrad erhöht. Zwei Arten entpuppten sich als einstige Fehlbestimmungen, und fünf Arten erweitern den Libellenreichtum Vorarlbergs.

 

Trotzdem hat Vorarlberg auch Besonderheiten zu bieten: Die Helm-Azurjungfer (Coenagrion mercuriale) ist in Österreich aktuell nur in Vorarlberg zu finden. Und von der Großen Moosjungfer (Leucorrhinia pectoralis) fand sich in der Sammlung der inatura nur ein einziger historischer Beleg ohne Fundortangabe. In jüngster Vergangenheit konnte diese Art im Moorgebiet Turbastall bei Schlins und im Fohramoos entdeckt werden.


Die Liste finden sie unter https://www.inatura.at/forschung-und-wissen/rote-listen/rote-liste-libellen (pd)