Starke Wohnbauförderung gefordert
Wirtschaftskammer will Eigentum sichern und Konjunktur stärken
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Die Wirtschaftskammer Vorarlberg appelliert an die Landesregierung – Vorarlberg braucht eine attraktive und ausreichend hoch dotierte Wohnbauförderung.
Leistbares Wohnen gehört zu den entscheidenden Zukunftsfragen unseres Landes. Für junge Menschen und Familien stellt sich der Erwerb von Wohneigentum allerdings zunehmend schwieriger dar. Karlheinz Kopf, Präsident der Wirtschaftskammer Vorarlberg, betont: „Eine ausreichend hohe Dotierung der Wohnbauförderung erscheint unverzichtbar, wenn Eigentum auch künftig für breite Bevölkerungsschichten erreichbar bleiben soll. Vorarlberg soll sich nicht schleichend zu einem Land entwickeln, in dem Wohneigentum nur noch für wenige leistbar ist und immer mehr Menschen dauerhaft auf Mietverhältnisse angewiesen sind.“
Wichtige Investition
Die Wohnbauförderung ist eine wichtige sozialpolitische Investition. „Wer im Laufe seines Erwerbslebens Wohneigentum schaffen kann, reduziert seine Wohnkosten im Alter wesentlich und ist nicht mit steigenden Mieten konfrontiert“, erklärt Petra Kreuzer, Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Vorarlberg. Die Förderung von Eigentum ist damit gleichzeitig eine wirksame Maßnahme zur Vermeidung von Altersarmut. Zudem könne eine höhere Eigentumsquote langfristig auch die öffentliche Hand entlasten, wenn weniger Menschen auf Miet- oder Heizkostenzuschüsse angewiesen sind. Auch dürfe nicht außer Acht gelassen werden, dass der Wohnraumbedarf in Vorarlberg laut Prognosen weiter steigen werde, während die Bautätigkeit in den vergangenen Jahren stark eingebrochen sei. „Ein anhaltender Nachfrageüberhang bei kontinuierlicher Unterproduktion wird zwangsläufig auch steigende Mietpreise zur Folge haben“, führt Kreuzer fort.
Wichtig für Bauwirtschaft
„Gleichzeitig ist die Wohnbauförderung weit mehr als ein finanzieller Zuschuss – sie ist ein bedeutender konjunkturpolitischer Hebel und zentraler Stabilisator in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten“, streicht Karlheinz Kopf hervor. Investitionen in den Wohnbau lösen unmittelbar Aufträge für Bauwirtschaft, Handwerk, Planer, Zulieferer und zahlreiche weitere regionale Betriebe aus. „Im Bau- und Baunebengewerbe sowie in vor- und nachgelagerten Branchen hängen viele Arbeitsplätze, Lehrstellen und regionale Wertschöpfungsketten direkt an einer stabilen Wohnbauförderung“, führt Kopf aus. Ohne Stärkung der Wohnbauförderung werde eine Verbesserung der Baukonjunktur nicht gelingen. „Wir haben in den vergangenen drei Jahren einige Bauträger verloren, darunter solide Betriebe, welche schon lange am Markt agiert haben. Weitere stehen mutmaßlich mit dem Rücken zur Wand. Wenn die öffentliche Hand hier nicht beginnt, stärker gegenzusteuern, verschärft sich die Situation weiter“, betont Petra Kreuzer. Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten wäre es der falsche Weg und ein verheerendes Signal, aktuell bei den Mitteln für die Wohnbauförderung zu sparen. (pd)






