Ein Mann mit Brille und Bard lächelt.

Mario Beib

Übung macht auch beim Meckern den Meister ...


Wer kennt das nicht, dieses Spiel der Eltern kurz vor Weihnachten, wenn die Sprösslinge vor Neugier in der Wohnung nach den Geschenken suchen. Dabei ist stets klar. Weihnachten kommt. Ganz sicher. Das wurde schon vor vielen Jahrhunderten von einer fernen Zentrale so bestimmt. Daran kommt niemand im christlichen Abendland vorbei. Auch Österreich macht da vorbehaltlos mit. Ein Ereignis das sogar die Wirtschaft fördert. Eine Errungenschaft über die niemand meckert.

Nur die, die leer ausgehen.


Nun gibt es wieder etwas, was von einer fernen Zentrale vorgegeben wird. Und wieder sind alle aufgeregt. Dabei handelt es sich um? Ja um was eigentlich?

Nur um Transparenz!


Ist es ein Geschenk für die vielen Arbeitnehmer und vor allem Arbeitnehmerinnen? Oder ist es ein Eingriff in die Autonomie von Wirtschaftstreibenden, von Unternehmen? Ein Eingriff gar, der das sogenannte Bürokratiemonster füttert und gedeihen lässt?
Weder das eine noch das andere. Es ist vielmehr eine Errungenschaft für mehr Gerechtigkeit am Arbeitsplatz. Eine Errungenschaft gegen ausbeuterische Ungerechtigkeiten seitens vieler Unternehmen, vor allem gegenüber Frauen. Es könnte so einfach sein und dank modernster technischer Hilfe alles andere als ein Bürokratiemonster. Man müsste nur machen. In wenigen Tagen könnte es so weit sein.


Doch leider hat es Österreich verpasst, fristgerecht ein entsprechendes Gesetz auf den Weg zu geben. Die, die wirklich was zu meckern hätten, gehen erstmal wohl leer aus. Arbeitnehmer und vor allem Arbeitnhemerinnen. Die Löwen in der Wirtschaftskammer haben offensichtlich laut genung gebrüllt.

Im lauten Meckern sind sie geübt.