UVP-Rondo-Ganahl: Dramatischer Vertrauensbruch
UVP-Verhandlung Müllverbrennung Frastanz – 22.09. / 23.09.2026 – Ramschwagsaal Nenzing: Als Bürger von Frastanz mit Parteistellung war ich 27 Stunden bei dieser Verhandlung, die ich massiv „vertrauensgestört“ am 2. Verhandlungstag um 22:30 Uhr verließ, anwesend. Im UVP-Gesetz ist klar verankert, dass Betroffene (Anrainer, Umweltanwälte, Bürgerinitiativen …) dort auf Augenhöhe ihre Argumente vorbringen und das eingereichte Projekt sachlich mit den Gutachtern diskutieren können.
Tatsächlich lief es so: Die Sachverständigen leiteten sehr viele Fragen an die Projektbetreiberin weiter, da sie selbst keine Antworten wussten! Einen vollkommen inkompetenten Eindruck hinterließ die Sachverständige für Raumplanung, Landschaftsbild und Baugestaltung. Den Vogel schoss aber der Fachgutachter Lufthygiene ab. Er leitete eine Frage per kumpelhaftem „Du“ an den Rondo-Projektleiter weiter: „Diese Frage kannst Du besser beantworten!“
Inmitten der Verhandlung war es für Rondo somit oft möglich, Werbeeinschaltungen zu tätigen. Man könnte anmerken: Diese „Veranstaltung“ enthielt „Produktplatzierungen“! Solche Vorgangsweisen wurden vom Verhandlungsleiter meistens geduldet, phasenweise sogar unterstützt!
Meine Damen und Herren Sachverständige, Herr Verhandlungsleiter, wertes Land Vorarlberg, was war das für eine Vorstellung? Durch eine derartige Verhandlungsweise ließen Sie ein enorm wertvolles demokratisches Instrument, eine UVP-Prüfung, zur Farce verkommen.
Markus Brandtner, Gampelün

