Volksschule Gurtis bleibt bestehen

Nach kolportierter Schließung gab es doch noch eine Kehrtwende der Politik

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    Der Volksschule Gurtis drohte wegen zu geringer Schülerzahl die Stilllegung. 

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Foto: Wiki Commons/ Asurnipal

Die Nachricht, dass die Volksschule in Nenzing-Gurtis geschlossen werden sollte, war für die Betroffenen ein Schock. Nun aber bleibt die Schule bestehen.

In Gurtis gibt es eine kleine einklassige Dorfschule. Wegen angeblich zu niedriger Schülerzahlen sollte diese jedoch stillgelegt werden. Das sorgte für heftige Kritik – nicht nur bei den betroffenen Personen, sondern auch in der Gemeinde beziehungsweise in der Politik. Vergangene Woche folgte aber das Aufatmen. Auf Grundlage der aktuellen Gesamtsituation und der steigenden Kinderzahlen in den kommenden fünf Jahren hat sich Landesrätin Barbara Schöbi-Fink für die Weiterführung des Schulstandortes ausgesprochen. „Diese Entwicklung freut mich sehr“, konnte der Nenzinger Bürgermeister Michael Hartmann entsprechend Entwarnung geben. Er sei froh, dass der Schulstandort erhalten bleibt und letztlich eine gute Lösung gefunden wurde.
Lehrerin Elfriede Waldhart zeigt sich ebenfalls erleichtert über den Erhalt der Volksschule. „Die Vernunft hat gesiegt“, sagt sie. Jetzt kann sie bis zu ihrer Pensionierung in vier Jahren in Gurtis bleiben.


Schülerzahl steigt stark an
„Ein großer Dank an die Landesregierung und an die Gemeinde, die sich für den Erhalt des Schulstandorts eingesetzt hat“, freut sich auch Ortsvorsteher Christoph Seeberger über den Fortbestand. Mitentscheidend dafür war ein Anstieg der Kinderzahl, die bis 2030/31 fast zu einer Verdopplung der jetzigen Schülerzahl führen dürfte. Laut Bildungsdirektion deuteten die damaligen Daten auf weniger als zehn Schüler hin. Bei Kleinstschulen sei das ein sehr kritischer Punkt.

Verschiedenste Vorarlberger Politiker, aber auch Bürger kritisierten das Vorgehen des Landes. Eltern, Kinder und Lehrpersonen seien vom Land grundlos verunsichert worden. Von einer verantwortungsvollen Regierung erwarte man sich, dass zuerst Zahlen geprüft werden, bevor derartige Ankündigungen, wie die Stillegung einer ganzen Schule, gemacht werden. (pd)