Warnung vor Altschneefeldern

Gute Tourenplanung und geeignetes Schuhwerk sind wichtig

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    Mit den richtigen Maßnahmen können Bergsteiger das Absturzrisiko auf den hart gefrorenen und oft steilen Schneeflächen vermindern.

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Foto: Archiv-ÖAV-Peter-Plattner

Zum Start der Wandersaison warnt der Alpenverein vor tückischen Altschneefeldern und gibt Tipps zur Querung.


„Während im Tal bereits der Frühling eingezogen ist, finden sich in höheren Lagen sowie in schattigen Rinnen, Mulden und auf nordseitigen Hängen häufig noch vereiste Stellen und große, durchgefrorene Altschneefelder. Besonders in den Morgenstunden sind diese gefährlich glatt und pickelhart – ein Ausrutscher kann selbst bei geringer Steilheit schwerwiegende Folgen haben“, betont Jörg Randl, Leiter der Abteilung Bergsport im Österreichischen Alpenverein. 


Worauf müssen Wandernde achten? Eine möglichst sichere Querung ist laut Randl nur dann denkbar, wenn die obersten zehn Zentimeter des Schnees bereits aufgeweicht sind – ohne geeignete Bergschuhe sollte ein Schneefeld jedoch keinesfalls betreten werden. Der Alpenvereinsexperte empfiehlt feste Bergschuhe mit einer guten Profilsohle, mit denen man „im Sichelschlag“ Trittkerben in den Schnee schlagen kann und an die sich bei Bedarf auch Snow Spikes, eine Art „Schneeketten“ für Wanderschuhe, gut anbringen lassen. 


Im Tagesverlauf weichen Schneefelder durch Temperatur und Sonneneinstrahlung zwar auf, verlieren dadurch aber an Tragfähigkeit und können auch durchbrechen. Besonders an Übergängen zu Felsen oder in mit Schmelzwasser unterspülten Bereichen ist daher Vorsicht geboten. Der Alpenverein rät zu einer gründlichen Tourenplanung. (pd)