Weinen, spielen, lachen
Allerheiligen mit Kindern
Foto: Caritas
Rund um Allerheiligen werden Erinnerungen an Verstorbene besonders lebendig. Wie Kinder trauern, erklären Sabine Mangeng und Irene Christof von Hospiz Vorarlberg.
Kinder trauern anders als Erwachsene. Speziell bei kleinen Kindern wechseln sich unbeschwerte und traurige Momente oft schnell ab: „Eben noch weinen sie, weil sie einen geliebten Menschen vermissen, im nächsten Moment laufen sie zur Schaukel und spielen fröhlich mit einem Freund“, erzählt Sabine Mangeng und betont gleichzeitig: „Dass Kinder zwischendurch lachen und unbeschwert wirken, bedeutet nicht, dass sie nicht traurig sind.“
Jeder trauert anders
Auch Jugendliche haben ihren eigenen Umgang mit Verlust. Das zeigt sich besonders rund um Allerheiligen und Allerseelen. Irene Christof von der Kontaktstelle Trauer berichtet von jungen Menschen, die lieber mit Freunden zusammensitzen, anstatt mit der Familie ans Grab zu gehen. Für Eltern oder Großeltern ist das manchmal schwer zu verstehen. „Doch nur weil jemand mit dem Friedhofsbesuch nicht viel anfangen kann, vermisst er oder sie den verstorbenen Menschen nicht automatisch weniger“, betont Irene Christof. Entscheidend sei, einander nicht vorzuschreiben, wie Trauer auszusehen hat, sondern unterschiedliche Wege zu respektieren.
Rund um Allerheiligen können Familien Kinder aktiv einbeziehen, etwa beim Schmücken des Grabes, beim Anzünden einer Kerze oder beim gemeinsamen Erinnern. Wer nicht mit auf den Friedhof gehen möchte, kann dennoch Teil des gemeinsamen Gedenkens sein. „Derjenige, der lieber daheimbleibt, kann zum Beispiel in der Zwischenzeit eine Jause für die anderen vorbereiten“, so Irene Christof. (pd)







