“What Are We Worth“

Wenn Geld über künstlerische Chancen entscheidet

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    Sechs Studenten stellten sich unter anderem die Frage, wer sich eine Karriere in der klassischen Musik noch leisten kann. 

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    Marcus Nigsch

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Fotos: Veranstalter

Wer eine musikalische Ausbildung beginnt, investiert Zeit, Können – und Geld. Doch lohnt sich dieser Weg heute noch? Sechs Studierende der Stella Vorarlberg Privathochschule für Musik gehen dieser Frage mit ihrer dokumentarisch-musiktheatralen Konzertperformance „What Are We Worth?“ nach. Heute, Donnerstag, 22. Oktober, ist sie im Palais Liechtenstein zu sehen.

Seit Mai haben Christopher Njapha, Inés Mariné Aguado, Jasmin Mönkkönen, Kenichi Kawabata, María Fernanda Castillo-Pinilla und Sahori Miwa mit Studierenden und Lehrenden gesprochen. Es geht um finanzielle Belastungen, notwendige Opfer und Selbstzweifel – aber auch darum, wie Musiker heute ihren Lebensunterhalt verdienen können.

18.000 Euro Unterstützung
Klassische Musik wird oft als Luxus oder Liebhaberei angesehen. Dabei lässt sie Menschen Gefühle teilen, für die Worte fehlen – oder die sich ganz ohne Worte vermitteln. Sie ist Teil kultureller Identität und verleiht einer nüchternen Tatsache eine emotionale Dimension. Der Feldkircher Komponist Marcus Nigsch studierte selbst an der Stella, damals noch am „Konsi“. Er gehört dem künstlerischen Beirat der impulse Privatstiftung an, die das Projekt mit 18.000 Euro unterstützt. „Musikalische Begabung braucht die Chance, sich zu entfalten – unabhängig vom finanziellen Hintergrund“, sagt Nigsch. Die Förderung soll den öffentlichen Austausch über Ausbildungsbedingungen ermöglichen, finanzielle Schwierigkeiten ohne Scham besprechbar machen und Studierende darin stärken, die wirtschaftliche Seite ihres Berufswegs bewusst zu gestalten.

Donnerstagabend live
Heute Abend bringen die Studierenden ihre Recherche im Palais Liechtenstein auf die Bühne. „What Are We Worth?“ ist dabei kein Konzert im herkömmlichen Sinn, sondern eine dokumentarisch-musiktheatrale Konzertperformance. Die Interviews bilden dabei das Fundament der Aufführung. Live gespielte Werke von Bartók, Debussy, Messiaen, Brahms, Purcell, Monteverdi und Mozart. Die Szenografie gestaltet Rebekka Kaiser, die Projektbetreuung liegt bei Martina Taubenberger.

Freier Eintritt
Beginn ist um 18 Uhr. Um 19 Uhr folgt ein moderierter öffentlicher Dialog. Der Eintritt ist frei. Die Aufführung wird aufgezeichnet und der Videomitschnitt soll anschließend auf whatareweworth.com erscheinen. (ice)