70 Jahre auf den Hausberg
Auch die Karrenseilbahn feiert in diesem Jahr ein besonderes Jubiläum
Foto: Stadtarchiv
Die Karrenseilbahn ist seit ihrer Eröffnung 1956 ein beliebtes Ausflugsziel und ein Wahrzeichen der Stadt.
Doch bereits lange vor Eröffnung der Seilbahn gab es Ideen, den Dornbirner Hausberg für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. 1892 ließ der Industrielle Victor Hämmerle einen hölzernen Aussichtsturm auf dem Karren errichten, der über eine Leiter begehbar war. Hämmerles Tochter überließ das Grundstück später der Seilbahn-Gesellschaft, wodurch der Grundstein für spätere Projekte gelegt wurde. Und schon damals beschäftigte man sich mit Seilbahnprojekten, wenn auch zuerst nur in Faschingszeitungen. Doch nach dem Zweiten Weltkrieg wurden diese Pläne konkreter. Sepp Luger legte Varianten für Schlepplifte und Seilbahnen vor, darunter ein Konzept für den Karren. 1952 wurden die Baukosten auf rund 3,15 Millionen Schilling (ohne Gaststätte) veranschlagt. Die optimale Trasse hätte bei Mühlebach keine Stütze benötigt, aus verkehrstechnischen Gründen entschied man sich jedoch für die heutige Enz-Station nahe der stark befahrenen Straße ins Gütle-Rappenloch.
Der Bau war Schwerstarbeit: Material und schwere Teile wurden per Eisenbahn geliefert und über den steilen Karrenweg transportiert. Über 2.000 Fahrten mit einem Unimog waren notwendig, um die Bergstation und die Gaststätte fertigzustellen. Der Stützenbau begann im Mai 1956, die Montage der Seile und Kabinen erfolgte über Flaschenzüge und Muskelkraft. Die offizielle Eröffnung fand am 17. November 1956 statt.
Nach fast 40 Jahren wurde das alte „Karrenbähnle“ erneuert. Die neue, zweispurige Pendelbahn ging 1996 in Betrieb und bietet bis zu 35 Personen Platz pro Kabine. Bis heute ist die Karrenseilbahn ein beliebtes Ausflugsziel für Einheimische und Touristen und befördert jährlich bis zu 350.000 Personen.
125 Jahre Dornbirn
Vor 125 Jahren wurde Dornbirn zur Stadt erhoben. Anlässlich des Jubiläums blickt der Anzeiger in diesem Jahr regelmäßig auf die Geschichte der Stadt Dornbirn zurück. (mm)







