Alarmierende Unfallzahlen bei E-Scootern
ÖAMTC fordert erneut altersunabhängige Helmpflicht
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Die Zahl schwerer E-Scooter-Unfälle in Österreich steigt weiter deutlich an, der Mobilitätsclub fordert erneut eine Helmpflicht für alle.
Im Jahr 2025 wurden österreichweit über 2.700 Verkehrsunfälle mit Personenschaden registriert, an denen E-Scooter beteiligt waren. Sechs Menschen kamen ums Leben, 473 wurden schwer verletzt. Insgesamt stieg die Zahl der E-Scooter-Unfälle mit Personenschaden seit Beginn der Erfassung im Jahr 2023 um 56 Prozent an.
Vor diesem Hintergrund haben der ÖAMTC und seine Partnerorganisationen in einer aktuellen Studie die Unfallrisiken untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass das Unfallrisiko meist durch das Zusammenwirken mehrerer Faktoren – darunter riskantes Fahrverhalten, mangelnde Schutzausrüstung, unzureichende Kenntnis der geltenden Verkehrsregeln und steigende Nutzungszahlen – entsteht.
Besonders häufig ereignen sich Unfälle demnach in den Abend- und Nachtstunden sowie in den Sommermonaten. Ein wesentlicher Risikofaktor ist dabei auch Alkohol. Alkoholisierte E-Scooter-Nutzer stürzen häufiger und erleiden deutlich schwerere Verletzungen, da Schutzreflexe und Reaktionsfähigkeit eingeschränkt sind.
Erhöhtes Sturzrisiko
E-Scooter stellen aufgrund ihrer Bauweise besondere Anforderungen an die Fahrer: Die stehende Fahrposition, der hohe Körperschwerpunkt, die kleinen Räder sowie die unmittelbare Kopplung von Lenkung und Balance machen E-Scooter anfällig für Instabilitäten. „E-Scooter wirken auf den ersten Blick einfach zu beherrschen, stellen aber hohe Anforderungen an Fahrgefühl und Reaktionsfähigkeit. Gehsteigkanten, Fahrbahnunebenheiten, abrupte Lenkbewegungen oder kleine Fahrfehler können rasch zu schweren Stürzen führen“, erklärt der ÖAMTC-Experte.
Angesichts der stark steigenden Unfallzahlen spricht sich der ÖAMTC deshalb erneut für eine allgemeine, altersunabhängige Helmpflicht für E-Scooter-Fahrer aus. Das Verletzungsrisiko endet nicht mit dem 16. Geburtstag. (pd)







