Auf den Spuren von Sisi

Von der „Gräfin von Hohenems“ zur Familiengeschichte im Palast

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    Einblicke in Sisis private Welt im Palast Hohenems.

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Foto: Heidegger

Eine Sonderausstellung im Palast Hohenems erzählt von der Verbindung der österreichischen Kaiserin zur Stadt am Schlossberg.

Wenn Kaiserin Elisabeth von Österreich, besser bekannt als Sisi, dem strengen Wiener Hofleben entfliehen wollte, reiste sie gerne inkognito – unter dem Namen „Gräfin von Hohenems“. Dass die legendäre Kaiserin jedoch bis heute eine besondere Verbindung zu Hohenems hat, zeigt die aktuelle Sonderausstellung im historischen Palast eindrucksvoll. Denn hier wird nicht nur kaiserliche Geschichte erzählt – hier ist sie Teil der eigenen Familiengeschichte. Palast-
eigentümer Clemens Waldburg-Zeil ist ein Ururenkel von Kaiserin Elisabeth. Die familiäre Brücke schlug dabei Sisis Enkelin Elisabeth Franziska, genannt Ella. Als älteste Tochter von Erzherzogin Marie Valerie, der jüngsten Tochter des Kaiserpaars, heiratete sie 1912 Graf Georg von Waldburg-Zeil-Hohenems. Ihr Enkel Clemens ist der heutige Eigentümer des Palastes. Diese Familiengeschichte wird in der Sonderausstellung anhand persönlicher Erinnerungsstücke lebendig. Dazu zählen unter anderem handschriftliche Postkarten, die Sisi ihrer Enkelin Ella schickte. Sie vermitteln eine sehr persönliche Seite der sonst oft distanziert wirkenden kaiserlichen Welt. Zu den außergewöhnlichsten Exponaten zählt ein Ölgemälde von Kaiserin Elisabeth, das als Lieblingsbild ihres Ehemannes, Kaiser Franz Joseph, galt. Einst hing es in seinem Arbeitszimmer im Schloss Schönbrunn in Wien. Doch die Ausstellung bietet weit mehr. Zu sehen sind zahlreiche persönliche Gegenstände der Kaiserin und ihrer Töchter, die seltene Einblicke in das private Leben der kaiserlichen Familie ermöglichen. Kostbare Gläser und Karaffen von Sisis Rückzugsort Korfu sowie Fotografien ihrer geliebten Hunde geben weitere interessante Einblicke.

Wer Sisi somit einmal abseits der bekannten Filme kennenlernen und gleichzeitig einen Blick auf das Leben ihrer Nachfahren werfen möchte, sollte sich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen. Die Ausstellung im Palast ist bis Ende Mai 2027 jeweils Montag bis Donnerstag von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 19 Euro. Gruppenbesuche sind nach Vereinbarung auch außerhalb dieser Zeiten möglich. (pd/mm)