Auf eine gute Nachbarschaft
Neue Anlaufstelle für Gemeinden, Wohnbauträger und Bewohner
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In Wohnanlagen treffen Menschen mit unterschiedlichen Lebensphasen, Lebenssituationen und Bedürfnissen aufeinander. Eine neu geschaffene Stelle beim ifs soll Gemeinden, Wohnbauträger und Bewohner im Zusammenleben unterstützen.
Der verdichtete Wohnbau gewinnt immer mehr an Bedeutung. „Die Herausforderung besteht darin, Wohnraum zu schaffen und gleichzeitig eine hohe Wohn- und Lebensqualität sicherzustellen. Das gelingt nicht allein durch die bauliche Qualität. Auch das soziale Miteinander in einer Wohnanlage ist entscheidend“, sagt Landesrat Marco Tittler.
In Siedlungen leben Menschen in sehr unterschiedlichen Lebenssituationen: Alleinerziehende, Pensionisten, Jugendliche, Menschen im Schichtbetrieb, Familien mit Kleinkindern oder alleine lebende Personen. Die unterschiedlichen Vorstellungen und Bedürfnisse stellen Bewohner ebenso wie Hausverwaltungen und Wohnbauträger immer wieder vor Herausforderungen. Durch den zunehmenden Rückzug ins Private und eine stärkere Anonymisierung in den Nachbarschaften werden Konflikte und unterschiedliche Sichtweisen zudem vielfach nicht mehr direkt zwischen den Betroffenen angesprochen. Stattdessen landen sie bei den Hausverwaltungen. Länger andauernde Konflikte können dadurch die Lebensqualität in einer gesamten Wohnanlage beein-
trächtigen.
Neue Anlaufstelle
Um Gemeinden, gemeinnützige Bauträger sowie Bewohner bei diesen Herausforderungen zu unterstützen, wurde beim Institut für Sozialdienste (ifs) die Kompetenzstelle Siedlungsarbeit eingerichtet. Sie bietet für Wohnanlagen, finanziert über die Wohnbauförderung, projektorientierte Unterstützung an. Die Arbeit soll dabei sowohl präventiv als auch bei konkreten Problemstellungen ansetzen. Bei neuen Wohnanlagen kann die Kompetenzstelle bereits im Zuge des Einzugs begleiten und aktivierende Maßnahmen setzen. In bestehenden Wohnanlagen unterstützt sie bei Konflikten und anderen Herausforderungen des Zusammenlebens. (pd)








