E-Mobilität für Tansania
Zusammenarbeit von drei Studenten und der Eine-Welt-Gruppe Schlins-Röns
Foto: Hannes Rauch
Seit Anfang Dezember 2025 ist im landwirtschaftlichen Schulungsbetrieb Kinyambulunge (Mdabulo) in Tansania ein elektrisch betriebener Einachsschlepper in Betrieb. Die Zusammenarbeit erfolgte durch die Eine-Welt-Gruppe Schlins-Röns sowie drei Studenten der FH Vorarlberg.
Seit über 40 Jahren engagiert sich die Eine-Welt-Gruppe Schlins-Röns in der Entwicklungszusammenarbeit in Tansania. Dank der Mecha-
tronikstudenten Daniel Bickel, Markus Erhard und Philipp Rigo konnte in Mdabulo im Dezember 2025 ein Schlepper mit E-Antrieb in Betrieb genommen werden, der für Pflügarbeiten und zum Transport von Gütern im unwegsamen Gelände eingesetzt wird. „Diese Fahrzeuge wurden bislang nahezu ausschließlich von Verbrennungsmotoren angetrieben“, berichtet Reinold Amann von der „Eine-Welt-Gruppe Schlins-Röns“. Im Rahmen einer Projektarbeit bauten drei Mechatronik-Studenten einen alten Schlepper im Großen Walsertal auf Elektrobetrieb um. Nach einem vielversprechenden Probebetrieb wurde dann der Bau eines E-Antriebs für Tansania in Angriff genommen. Die engagierten jungen Männer reisten dann selbst ins Projektgebiet, um ihre Entwicklung auf einem lokal erworbenen Schlepper umzusetzen und in Betrieb zu nehmen. Der E-Antrieb besteht im Wesentlichen aus Motor, Steuergerät und (Wechsel-)Batterien. „Es war uns wichtig, dass sämtliche Komponenten auch für die Menschen in Afrika zugänglich sind, damit der Prototyp in Serie gehen kann“, erklärt Philipp Rigo, worauf es bei der Konstruktion ankam.
Er und seine zwei Studienkollegen wollen nun ein Start-up gründen, um die E-Mobilität in diesem Bereich weiter zu forcieren. Der Einsatz des Schleppers soll die landwirtschaftliche Arbeit erleichtern und besonders Frauen von schwerer körperlicher Arbeit entlasten. Wenn das anstrengende Umharken der Felder durch die Maschine erfolgt, kann auch die Anwendung der gefährlichen und schädlichen Brandrodung eingedämmt werden. (red)







