Ein Meilenstein für Generationen
Nahwärme Bludenz-Bürs soll Musterbeispiel der Nachhaltigkeit werden
Foto: Stadt Bludenz
Auf dem Areal des ehemaligen Zementwerkes in Stallehr soll ein neues, modernes Heizwerk entstehen. Die Fertigstellung ist für Mitte 2027 geplant. Die Bludenzer Stadtvertretung hat dem Projekt zugestimmt.
Damit kann das Projekt vorbehaltlich der Zustimmung der Miteigentümer nach mehrjähriger Vorbereitungs- und Planungsarbeit in die Umsetzungsphase eintreten. Das Heizwerk entsteht auf dem Areal des ehemaligen Zementwerkes in Stallehr. Gemeinsam mit den Projektpartnern illwerke vkw und der Agrargemeinschaft Bürs verfolgt die Stadt Bludenz das Ziel, die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern und internationalen Energiemärkten schrittweise zu reduzieren und eine zukunftsfähige Wärmeversorgung für Haushalte, öffentliche Einrichtungen und Betriebe aufzubauen.
Das Herzstück der ersten Ausbaustufe bildet ein modernes Biomasse-Heizwerk mit einer Leistung von 4,5 Megawatt. Die dafür benötigte Biomasse wird aus der Region bezogen. In der zweiten Projektphase soll auch mit der Inbetriebnahme des geplanten Lünerseewerks II dessen Abwärme als zusätzliche Energiequelle genutzt werden. „Damit wird dieses Projekt ein Musterbeispiel für Nachhaltigkeit“, freut sich Bürgermeister Simon Tschann. Die Investitionen für das Heizwerk selbst belaufen sich auf rund zwölf Millionen Euro. Die Stadt Bludenz ist mit 26 Prozent an der Nahwärme Bludenz-Bürs GmbH beteiligt. Insgesamt sieht die erste Ausbaustufe (Heizwerk und Wärmenetz) Investitionen von rund 21,8 Millionen Euro bis zum Jahr 2027 vor.
Fertigstellung Mitte 2027
Nach der Beschlussfassung in den zuständigen Gremien soll die Generalversammlung der Gesellschaft Ende Juni den endgültigen Baubeschluss fassen. Der Baustart ist bereits für diesen Sommer vorgesehen. Die Fertigstellung des Heizwerks ist bis Mitte 2027 geplant, die ersten Kunden sollen anschließend mit regional erzeugter Wärme versorgt werden können. (pd)




