Feldkirch bleibt Großbaustelle

Beim Stadttunnel laufen die Arbeiten auf Hochtouren

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    Zigtausende neugierige Besucher unter Tage.

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Foto: Land Vorarlberg/Dieter Bitschnau

Das Hochwasserschutzprojekt ist abgeschlossen, doch in Feldkirch bleibt die Bautätigkeit auf Großbaustellen präsent. Mit dem Stadttunnel ist eines der größten Infrastrukturprojekte Vorarlbergs im Gange. Beim „Tag der offenen Baustelle“ am vergangenen Samstag nutzten mehr als 5.000 Menschen die Gelegenheit, das Projekt aus nächster Nähe zu erleben.

Mit der Anschlagfeier am 6. März 2026 hat der Bau des Haupttunnels offiziell begonnen. Der Vortrieb wird voraussichtlich bis Herbst 2028 dauern. Parallel wird bereits am Innenausbau gearbeitet, später folgt die Tunnelausrüstung. Dazu gehören unter anderem Beleuchtung, Belüftung, Verkehrsleit- und Notrufsysteme.


Tunnelbau schreitet voran
Anfang September wurde der 893 Meter lange Tunnelast Felsenau fertig ausgebrochen, wenig später auch der parallel verlaufende Flucht- und Rettungsstollen. Nun folgen der unterirdische Kreisverkehr mit Anschluss an den Tunnelast Tisis, die Maschinenkaverne für Lüftung und elektromaschinelle Einrichtungen, der Schrägschacht sowie der Tunnelast Altstadt. Dessen Vortrieb ist von September 2026 bis September 2027 vorgesehen.

Auch bei den Portalbauwerken laufen die Arbeiten. Seit November 2025 wird am Portal Altstadt gebaut. Neben dem Portalbauwerk wird die Duxgasse umgelegt und neu gestaltet. Die Fertigstellung ist für Februar 2027 geplant. Anfang Oktober sind auch die Arbeiten am Tunnelportal Tisis angelaufen. Gleichzeitig wird dort die Lärmschutzwand fertiggestellt. Im Frühjahr 2027 beginnen die Vorbereitungen für das Portal Tosters am Kapfweg.

Beim Tag der offenen Baustelle erhielten die Besucher an verschiedenen Stationen Einblicke in den Tunnelbau. Der Rundgang führte rund 400 Meter in den Flucht- und Rettungsstollen und über den Tunnelast Felsenau wieder zurück. Fachleute informierten über den Vortrieb, die Tunnelausrüstung, Sicherheit und die Logistik auf der Baustelle. „Absolut beeindruckend. Und ich fand es toll, dass man als Bürger die Gelegenheit bekommen hat, sich das einmal selbst anzuschauen“, zeigte sich ein Besucher begeistert.

Der Stadttunnel soll den Verkehr in Feldkirch künftig deutlich entlasten. Der Gesamtverkehr an der Bärenkreuzung soll um etwa ein Viertel zurückgehen, der Schwerverkehr sogar um fast zwei Drittel. Gleichzeitig sollen an der Oberfläche neue Möglichkeiten für die Stadtentwicklung sowie für Fuß- und Radverkehr entstehen.


Mit dem Abschluss des Hochwasserschutzprojekts hat Feldkirch gerade ein weiteres großes Bauvorhaben erfolgreich beendet. Der Stadttunnel wird die Stadt dagegen noch mehrere Jahre begleiten. (pd/ice)