Frastanzer Gemeinderat entschied einstimmig


Bereits im Vorfeld der UVP-Prüfung, das geplante Wärmekopplungskraftwerk mit Müllverbrennung der Firma Rondo in Frastanz betreffend, kam es mit der einstimmigen Ablehnung dieses Projektes durch die Frastanzer Gemeindevertretung (16.04.2026) zu einer diskontinuierlichen Veränderung der Gesamtsituation. Von einem Moment auf den anderen wurden bestehende Erwartungshaltungen erschüttert. Man war sprachlos. Jetzt wird in einem in Vorarlberg beliebten „Nochejass-Verfahren“ die Situation analysiert und einige Vorarlberger Köpfe schließen daraus messerscharf, dass nicht sein kann, was nicht sein darf. Wenn sich nicht sechs ÖVP-Gemeindevertreter entschuldigen hätten lassen, wäre die ablehnende Haltung der Gemeindevertretung nicht einstimmig erfolgt. Ein Vorarlberger Spruch versucht das so auszudrücken: „Wenn der Hund net g´schissa hätt, hätt er den Has verwüscht“. So wird aus einem einstimmigen Beschluss ein medial aufbereiteter „doch nicht ganz einstimmiger Beschluss“. Es ist also möglich, einen einstimmigen Beschluss zu einem „doch nicht ganz eindeutigen Beschluss“ medial zu verbiegen. Ich war selbst bei der öffentlichen Gemeindevertretungssitzung anwesend und konnte mit eigenen Augen (Bürgermeister: „Bitte um Handzeichen – einstimmig – Gegenprobe – keine Gegenstimmen) und Ohren wahrnehmen, dass der Beschluss einstimmig über alle Fraktionen hinweg (schwarz – grün – blau) gefasst wurde.

Jetzt bin ich sprachlos. Über das Verdrehen und Zurechtbiegen von eindeutigen Tatsachen. Nur weil sie nicht ins Konzept passen.  

Markus Brandtner, Gampelün