Für mehr Sicherheit auf der Straße
Ab 14. September gilt in Nenzing weitgehend Tempo 30
Fotos: Marktgemeinde Nenzing
Mit Beginn des neuen Schuljahres gilt auf fast allen Gemeindestraßen im Nenzinger Ortsgebiet Tempo 30. Wenige Straßenabschnitte sowie die Landesstraßen sind ausgenommen. Die neue Regelung soll die Verkehrssicherheit erhöhen und mehr Ruhe in die Wohngebiete bringen.
Am kommenden Montag, 14. September, führt die Marktgemeinde Nenzing auf fast allen Gemeindestraßen innerhalb des Ortsgebietes Tempo 30 ein. Der Start fällt bewusst mit dem ersten Schultag zusammen. Gerade zu Schulbeginn sind wieder viele Kinder zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Scooter unterwegs.
Im Mittelpunkt soll die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer stehen. „Besondere Rücksicht brauchen Menschen, die außerhalb eines Fahrzeugs unterwegs und damit weniger geschützt sind. Dazu gehören vor allem Kinder, ältere Menschen, Personen mit eingeschränkter Mobilität sowie Fußgänger und Radfahrende“, heißt es in einer Mitteilung der Gemeinde. Kinder können Geschwindigkeiten und Entfernungen noch nicht so zuverlässig einschätzen und reagieren mitunter spontan. Bei geringerem Tempo bleibt Fahrzeuglenkern mehr Zeit, Gefahren zu erkennen und rechtzeitig zu bremsen. „Gerade mit dem Schulstart tragen wir gemeinsam Verantwortung dafür, dass sich Kinder möglichst sicher im Straßenraum bewegen können. Es geht um ein achtsames und respektvolles Miteinander und um besondere Rücksicht auf jene Menschen, die unseren Schutz brauchen“, sagt Bürgermeister Michael Hartmann.
Tempo 30 bringe weitere Vorteile: Ein ruhigeres und übersichtlicheres Verkehrsumfeld erleichtere das Gehen und Radfahren. Gleichmäßigeres und langsameres Fahren kann den Verkehrslärm verringern, und davon profitieren besonders die Menschen, die entlang der betroffenen Straßen wohnen. Auch Straßen und öffentliche Bereiche lassen sich angenehmer nutzen, wenn der Verkehr langsamer und rücksichtsvoller fließt.
„Mir ist wichtig, dass wir im Straßenverkehr besser aufeinander achten. Tempo 30 erhöht die Sicherheit, bringt mehr Ruhe in unsere Wohngebiete und schafft bessere Bedingungen für alle, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sind. So gewinnen wir gemeinsam an Lebensqualität“, betont auch Gemeinderat und Projektleiter Christoph Seeberger.
Die neue Geschwindigkeitsbeschränkung gilt auf fast allen Gemeindestraßen innerhalb des Ortsgebietes. Wenige Straßenabschnitte sind ausgenommen. Auch die übergeordneten Landesstraßen fallen nicht unter die Regelung. Die Beschilderung vor Ort zeigt den jeweiligen Geltungsbereich.
Der zusätzliche Zeitaufwand bleibe auf den meist kurzen Strecken im Ortsgebiet gering, sind sich Hartmann und Seeberger einig. Wer zwei Kilometer mit Tempo 30 statt Tempo 40 fährt, benötigt rechnerisch rund eine Minute länger. Die Umstellung werde dennoch eine kurze Eingewöhnungsphase brauchen.
Die Marktgemeinde bittet alle Fahrzeuglenker, ab 14. September besonders auf die Beschilderung zu achten und die Geschwindigkeit rechtzeitig anzupassen und rücksichtsvoll unterwegs zu sein. (pd)







