Mario Beib
Gleich zum Start auf gleichem Level ...
Nächste Woche startet sie wieder, die Schule. Dann sind wieder alle im Stress. Lehrer, Eltern und natürlich die Kinder. Dann werden wieder Fragen laut. Wie kommen die Kinder zur Schule? – Natürlich mit dem Elterntaxi. Logisch, denn eine wohnungsnahe Schule (oder Kindergarten) ist für Kinder nicht immer gewährleistet. Das hängt offensichtlich von Faktoren ab, die nicht unbedingt nachvollziehbar sind.
Schnell werden auch wieder Stimmen laut, die die „Überfremdung“ in den Klassenzimmern anprangern. Von vielen verschiedenen, nicht deutschen Sprachen
(ob das vorarlbergische Alemannisch unter Deutsch fällt, zweifelt zumindest der Osten Österreichs an), wird dann wieder die Rede sein. Ob Türkisch, Ukrainisch, Kroatisch oder exotische Sprachen. Schlicht: Die Kinder können nicht genügend Deutsch.
Dem könnte leicht entgegengewirkt werden. Und zwar schon im Kindergarten. Nur müsste man sich trauen. Lasst die Kinder doch schon im Kindergarten Latein lernen. Das hätte nur Vorteile für die Kinder. Zum einen wären alle auf dem gleichen Stand, niemand würde also aufgrund der Sprache diskriminiert oder gemobbt. Dann fingen in der Schule alle mit dem gleichen Sprachlevel in einer hilfreichen Sprache an. Zudem könnten die Kinder und später dann die Jugendlichen über Erwachsene lästern oder schimpfen, ohne mit Konsequenzen rechnen zu müssen. Eine Win-Situation für die Kinder. Zudem fiele die Kürzung von Lateinunterricht an höherführenden Schulen nicht ins Gewicht.
Alles in allem eine Win-win-Vorstellung. Der Traum von Gleichberechtigung könnte funktionieren. Dazu müsste man den Kindern nur erlauben, auf dem gleichen Level anzufangen.








