Jugendliche auf Matura-Wallfahrt
Rund 450 Maturanten pilgerten von Hard zum Kloster Mehrerau
Foto: Junge Kirche Vorarlberg
Unter dem Motto „Finde den Schatz deines Lebens! – Joy of missing in“ nahmen sich Jugendliche aus ganz Vorarlberg zu Beginn ihres Maturajahres eine bewusste Auszeit vom Alltag.
Knapp 450 Maturantinnen und Maturanten aus ganz Vorarlberg haben an der 11. Maturawallfahrt der Katholischen Kirche Vorarlberg teilgenommen. Der Weg führte von der Pfarrkirche Hard entlang des Bodensees zum Kloster Mehrerau in Bregenz, wo Bischof Benno Elbs mit den Jugendlichen die Messe feierte.
Vor der Harder Kirche wurden die Jugendlichen von Bischof Benno Elbs sowie Mitarbeitern der Katholischen Kirche Vorarlberg empfangen. Diese begleiteten die Jugendlichen auf dem Wallfahrtsweg. Die Klassen fanden sich mit ihren Wegbegleitern zusammen und lernten einander in kurzen Vorstellungsrunden kennen.
Schätze des Lebens
Zum Auftakt erhielten alle Teilnehmenden eine Murmel. Sie steht sinnbildlich für die Schätze im Leben jedes Einzelnen und soll die Jugendlichen durch das gesamte Maturajahr begleiten. Entlang des Weges luden mehrere Stationen zur Reflexion ein: Im Wald notierten die angehenden Maturanten ihre Ängste auf Zettel, die am Ende der Wallfahrt verbrannt und damit symbolisch an Gott übergeben wurden. An einer Brücke tauschten sie sich darüber aus, wie sie Brücken zueinander bauen und als Gemeinschaft zusammenwachsen können.
Symbolische Handlungen
Am Bodenseeufer sammelten die Jugendlichen Steine als Zeichen für das, was sie belastet, und warfen diese gemeinsam in den See. Wasser bildete auch an den folgenden Stationen ein zentrales Element: Die Teilnehmenden schöpften Seewasser, um symbolisch das zu „gießen“, was im kommenden Jahr wachsen soll, etwa die eigene Persönlichkeit oder den Mut für neue Schritte. An der letzten Station mischten sie sich ihren persönlichen Glitzersegen.
Den Abschluss bildete die Messe in der Klosterkirche Mehrerau, die Bischof Benno Elbs mit den Jugendlichen feierte. In seinen Worten betonte er die Bedeutung von Frieden und Gemeinschaft: „Der Friede und das Aufeinander-Achten sind gerade heute wichtig. Lasst uns offene Herzen füreinander haben.“ Bei einem gemeinsamen Mahl klang die Wallfahrt aus. (pd)

