Land segnet Schweizer Flugshow ab

Herbe Kritik für geplante Flugshow im Sommer kommt von den Rheindelta-Gemeinden

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    Raphael Widmer-Kaufmann vom OK-Team freut sich über den positiven Bescheid aus Vorarlberg.

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Foto: Flughafen Altenrhein

Der Flughafen Altenrhein feiert sein 100-jähriges Bestehen. Für die damit verbunde Flugshow vom 28. bis 30. August, die auch über österreichisches Gebiet führt, erteilte das Land Vorarlberg nun grünes Licht. Sehr zum Ärger der Rheindeltagemeinden.

Das Jubiläumsfest „100 Jahre Flugplatz Altenrhein“ kann wie geplant über die Bühne gehen. „Jetzt können wir mit der Detailplanung beginnen und einem unvergesslichen Jubiläumsfest steht nichts mehr im Weg“, freuen sich OK-Präsident Manuel Miller und Raphael Widmer-Kaufmann, der Präsident des „Vereins 100 Jahre Flugplatz St. Gallen-Altenrhein“.


Ihr ausdrücklicher Dank geht nach Bregenz. In enger Abstimmung mit den politischen Entscheidungsträgern seien Anpassungen am ursprünglich geplanten Programm vorgenommen worden. Deswegen sei Österreich zu einer vorübergehenden Lockerung des sogenannten Lärmkorsetts bereit gewesen. „Nach Abwägung aller Parameter ist es so gelungen, eine dem Anlass würdige Veranstaltung zu ermöglichen. Dafür bedanken wir uns herzlich bei unseren Nachbarn.“ Hintergrund ist der Staatsvertrag zwischen der Schweiz und Österreich, der die Flugbewegungen in der Grenzregion regelt. Abweichungen bedürfen der Zustimmung beider Länder.

Gegen die Bürgermeister
Vor allem die Rheindelta-Gemeinden Gaißau, Höchst und Fußach sind mit der Entscheidung des Landes alles andere als glücklich. Im Gegenteil. Man fühlt sich vom Land hintergangen. Die Gemeinden hätten sich mehrmals klar und deutlich, zuletzt schriftlich in einem Schreiben an den Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) und an den Landesstatthalter Christof Bitschi (FPÖ), gegen eine Lockerung des Staatsvertrags ausgesprochen. „Mit der positiven Stellungnahme stelle sich die Landesregierung klar gegen die Bürgermeister der Rheindeltagemeinden“, heißt es in einer Aussendung der drei Gemeinden. „Der Austausch war nicht auf Augenhöhe. Wir wurden vor vollendete Tatsachen gestellt“, bemerkt etwa der Gaißauer Bürgermeister Philip Schlegel. Besonders kritisiert werden der Einsatz von Militärflugzeugen, die damit verbundene Lärmbelastung sowie sicherheitsrelevante Aspekte. Die Überflüge betreffen dicht besiedelte Gebiete und das Natura-2000-Gebiet, das größte zusammenhängende Naturschutzgebiet der Region. „Grundsätzlich war die Meinung so, dass man auf die Rheindelta-Gemeinde bei solchen Entscheidungen hört, auch im Sinne vom Schutz der Bevölkerung, der Tierwelt und der Pflanzenwelt. Aber in dem Fall ist es nicht mehr so“, ergänzt Schlegel in einem Gespräch mit dem ORF Vorarl-
berg.

Ministerium entscheidet
„Im Zuge eines Abstimmungsprozesses wurden Anpassungen am Programm vorgenommen. So ist unter anderem vorgesehen, dass Düsenflugzeuge im Rahmen der Flugshow zwei Mal für jeweils eine halbe Stunde zum Einsatz kommen. Darüber hinaus wird einer zentralen Forderung des Landes entsprochen: Kommt es zum Einflug in den österreichischen Luftraum, ist das Überfliegen von Siedlungsgebieten im Rahmen der Flugvorführungen möglichst zu vermeiden“, heißt es wiederum vonseiten des Landes. Die letzte Entscheidung liegt nun beim Ministerium in Wien. (red)

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