Neues Zuhause in Hohenweiler
Wohngruppe von SOS-Kinderdorf bietet Schutz, Stabilität und soziale Teilhabe
Foto: VLK/Presse
Mit Juni 2026 erweitert die Kinder- und Jugendhilfe das Angebot in Vorarlberg: SOS-Kinderdorf eröffnet eine Kinderwohngruppe im neu errichteten Raiffeisenhaus in Hohenweiler.
„Die Kinder- und Jugendhilfe Vorarlberg verfolgt seit Jahren einen integrativen Ansatz, der neben der sozialpädagogischen Betreuung nach Bedarf auch psychologische und sozialpsychiatrische Unterstützung bietet“, berichtet die für die Kinder- und Jugendhilfe im Land zuständige Landesrätin Barbara Schöbi-Fink. Ein multiprofessionelles Team begleitet die Kinder rund um die Uhr in kleinen Gruppen und in einem möglichst alltagsnahen Umfeld. Gleichzeitig soll die neue Wohngruppe die derzeit angespannte Situation im Bereich der „Vollen Erziehung“, also wenn Kinder und Jugendliche zu ihrem eigenen Wohl nicht mehr bei den Eltern leben können, mit bestehenden Wartelisten spürbar entlasten. Darüber sind sich die Landesrätin, Jacqueline Oberauer (Leitung SOS-Kinderdorf Vorarlberg) und Kinder- und Jugendanwalt Christian Netzer einig.
Pädagogische Arbeit
Bereits am 2. Juni zogen die ersten Kinder ein. Insgesamt finden hier bis zu sechs Mädchen und Buben im Alter zwischen sechs und 13 Jahren ein neues Zuhause. In Ausnahmefällen – etwa bei Geschwistergruppen – kann die Altersstruktur flexibel gestaltet werden. Die Wohngruppe ist auf mittel- bis langfristige Betreuung ausgelegt.
Im Mittelpunkt der pädagogischen Arbeit stehen die Bedürfnisse, Fähigkeiten und Rechte der Kinder. Viele der betreuten Kinder haben belastende Erfahrungen gemacht. Deshalb arbeitet die Wohngruppe mit einer traumapädagogischen Haltung, die Sicherheit und Orientierung vermittelt. Ein multiprofessionelles Team begleitet die Kinder rund um die Uhr. Insgesamt begleitet SOS-Kinderdorf Jugendwohngruppen in Bregenz, Dornbirn sowie Angebote des Betreuten Außenwohnens. (pd)






