Es leuchten wieder die Berge
Sonnwendfeiern sorgen in Gargellen, am Hochjoch und in Gaschurn für Spektakel
Foto: Norbert Span
Am Wochenende rund um den längsten Tag des Jahres wird im Montafon traditionell die Sonnwende gefeiert.
Einheimische wandern mit Fackeln und großen Mengen Holz in die Höhe, um die Tradition der Sonnwendfeuer bei Einbruch der Dunkelheit zu zelebrieren. Bereits seit dem Mittelalter werden im südlichsten Tal Vorarlbergs Bergfeuer entzündet, die Glück, Segen und Heilung bringen sollen. Im Montafon werden Veranstaltungen zur Sonnwende am 20. Juni in Gargellen, am Hochjoch und in Gaschurn angeboten.
• Gargellen – Berge in Flammen: Im Bergrestaurant Schafberg Hüsli umrahmt bis zum Einbruch der Dunkelheit Live-Musik die Feierlichkeiten. Reservierung notwendig; findet auch bei Schlechtwetter statt.
• Hochjoch – Sonnwendfeier am Kapell: Von 18.30 bis 22 Uhr sorgen „Die Oberleiner und Freunde“ für musikalische Unterhaltung. Die Bahnfahrt ist für WildPass-Inhaber inkludiert, ab 16.30 Uhr gilt ein ermäßigter Abendtarif. (Keine Reservierung notwendig; nur bei guter Witterung.)
• Gaschurn – Sonnwendparty für alle: Ab 18 Uhr verwandelt sich der Parkplatz der Volksschule Gaschurn in einen Ort der Begegnung: Bei Live-Musik, regionaler Bewirtung und freiem Eintritt wird hier die Sommersonnwende in geselliger Runde gefeiert. (Keine Reservierung notwendig; nur bei guter Witterung.)
Nachhaltig gelebte Tradition
Der Brauch bleibt, doch die Materialien der Umsetzung haben sich geändert. Während die traditionellen Feuer früher mit unterschiedlichen Materialien wie Petroleum entzündet wurden, wird heute auf die ökologische Variante gesetzt. Das heutige Brennmaterial besteht hauptsächlich aus Holz. Des Weiteren werden auch sogenannte „Hohlwachsfackeln“ oder „Fackeltöpfe“ aus natürlichem Wachs verwendet. Diese verbrennen rückstandsfrei und verursachen somit keine Rückstände am Berg. (pd)





