Feldkircherin im WM-Finale
Andrea Gerold ist weltweit „Best Individual Newcomer 2026“ im Speed Puzzlen
Foto: A. Gerold
Nach ihrem überraschenden Staatsmeistertitel im Mai wagte Andrea Gerold den Sprung auf internationales Parkett. Bei der Weltmeisterschaft im Speed Puzzling in Spanien, erreichte die Feldkircherin das Finale, stellte eine persönliche Bestzeit auf und wurde als beste Newcomerin ausgezeichnet.
Erst seit Jänner 2026 betreibt Andrea Gerold Speed Puzzling. Im Mai berichtete der Feldkirchner Anzeiger bereits über ihren überraschenden Sieg bei der Österreichischen Meisterschaft. Damals war noch offen, ob sie zur Weltmeisterschaft nach Spanien fahren würde. Nach dem Staatsmeistertitel brauchte die Kindergartenpädagogin zunächst etwas Zeit, um den Erfolg sacken zu lassen. Schließlich überwogen die Neugier auf einen internationalen Bewerb und die Begeisterung für die Puzzle-Community.
In Valladolid (Spanien) erlebte Gerold eine ganz neue Dimension ihres noch jungen Sports. Zahlreiche Puzzlebegeisterte aus aller Welt trafen bei der Weltmeisterschaft aufeinander. „Es war richtig toll, so viele Puzzelbegeisterte zu treffen“, erzählt sie. Als Newcomerin habe sie sich sehr wohlgefühlt und sei froh gewesen, dass die Aufmerksamkeit nicht auf ihr lag. Die Nervosität hielt sich in den Tagen vor dem Bewerb noch in Grenzen, wurde am Wettkampftag allerdings deutlich größer.
Sportlich konnte sich die Feldkircherin von Runde zu Runde steigern. In der Vorrunde D belegte sie mit 40:17 Minuten den dritten Platz. Im Halbfinale B erreichte sie mit 36:29 Minuten Rang sechs und qualifizierte sich damit für das Finale.
Persönliche Bestzeit
Dort gelang Gerold schließlich eine persönliche Bestzeit. Das unveröffentlichte Puzzle setzte sie beim ersten Versuch in nur 30:56 Minuten zusammen. „Ich hätte nie gedacht, dass das für mich bei einem unveröffentlichten Puzzle beim ersten Take möglich ist – und dann noch bei der WM“, sagt sie. Mit dieser Zeit belegte sie im Finale den hervorragenden siebten Platz.
Während des Wettkampfs galt ihre ganze Konzentration den Puzzleteilen. Trotzdem bekam sie mit, wenn eine Kamera auf sie gerichtet war. Dann wanderten ihre Gedanken automatisch zu Familie, Freunden, Bekannten und Arbeitskollegen in Vorarlberg, die zu Hause den Livestream verfolgten und mit ihr mitfieberten.
Begleitet wurde Gerold von ihrem Mann. Große Unterstützung erhielt sie auch vom Österreichischen Puzzleverein. Die Community habe sie von Beginn an herzlich aufgenommen und unterstützt. Besonders beeindruckt war sie davon, dass ihr kurzfristig sogar eine Partnerin für den Pairs-Bewerb organisiert wurde.
Besonders freute sich Gerold über die Auszeichnung „Best Individual Newcomer 2026“. Insgesamt sechs Tage verbrachte sie in Spanien. Der Erfolg soll jedenfalls keine einmalige Erfahrung bleiben. Im Februar 2027 möchte sie bei der Deutschen Meisterschaft antreten, im April steht bereits die nächste Österreichische Meisterschaft in ihrem Kalender.
Auch für die Speed-Puzzle-Community in Vorarlberg hat die Feldkircherin einen Wunsch: Sie soll weiter wachsen. In Valladolid war neben ihr bereits eine zweite Vorarlbergerin am Start.
Und nein, Andrea Gerold kennt nicht alle 500-Teile-Puzzles von Ravensburger. Schließlich ist sie erst seit Jänner 2026 beim Speed Puzzling dabei. Die Liste der Puzzles, die sie noch machen möchte, ist dafür umso länger. (ice)




