„Love & Crime“ im Alten Pfarrheim

Tiefe Abgründe und leidenschaftliche Gefühle von vier Autorinnen am Samstag in Höchst

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    Das Autorinnen- Quartett Stefanie Graf, Yvonne Schiffer, Julia Krieger und Lotte R. Wöss (v. l.) führt die Besucher in die Welt der großen Gefühle und kaltblütigen Morde. 

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Foto: Privat

Vier Autorinnen lesen am Samstag, 14. März, 19 Uhr im Alten Pfarrheim in Höchst unter dem Motto „Love & Crime“. Der Eintritt ist frei.

„Wann soll ich dich abholen?“, fragt Lotte R. Wöss. „17.30 Uhr“, schlägt Stefanie Graf vor. Yvonne Schiffer wird das eigene Auto nehmen und Julia Krieger wohnt sowieso in Höchst. Dort, im Alten Pfarrheim in der Franz-Reiter-Straße 6, trifft sich dann das Autorinnen-Quartett, um sich gemeinsam eine Bühne zu teilen.

Regelmäßige Treffen
Auf dem zweiten Büchermarkt in Rankweil haben sie sich kennen und schätzen gelernt. Was sie eint: die Leidenschaft fürs Lesen und Schreiben. Alle vier Frauen haben Erfahrung als Selfpublisherinnen und sie sind Wahl-Vor-
arlbergerinnen. Und es war, wie man in einem Vorarlberger Sprichwort sagt: „Durchs Reden kommen die Leute zusammen“, denn seit damals treffen sie sich regelmäßig, um sich auszutauschen. Ob im Café 21 oder im Fenkart oder in einem anderen netten Lokal – die Gespräche drehen sich immer um Themen, die etwas mit dem Schreiben zu tun haben.
„Wir geben uns Tipps, wenn es ums Veröffentlichen geht, diskutieren über Hörbücher und informieren uns gegenseitig über Marketingerfolge und Büchermessen“, erzählt Julia Krieger, die aus ihrem zweiten Buch „Geliebte Venus“ lesen wird. In ihren Büchern dreht sich alles um die universellste Kraft, wie sie das Gefühl von Liebe gerne benennt. Wie bei Yvonne Schiffer sind es prickelnde Liebesgeschichten, die die beiden in Bücher packen – viel Herzblut inklusive.

Starke Frauen
Beide setzen bei ihren Protagonistinnen auf starke Frauen, die für sich selbst einstehen und im Verlauf der Handlung an den Herausforderungen zusätzlich wachsen. „Ich will mit meinen Büchern revidieren, was in der Realität passiert“, sagt die gebürtige Kirgisin, die in Bayern aufwuchs. „Sie sollen Frauen helfen, ihren Wert zu erkennen und ihre Vorstellungen einzufordern.“ Damit spricht die 43-jährige Yvonne Schiffer aus der Seele. „Mir geht es genauso.“ Ihr Debütroman „Mond am Nachthimmel“ ist eine Geschichte voller Leidenschaft, Geheimnisse und Entscheidungen, die alles verändern können.


Allerdings – und das ist der aus Ulm stammenden Verwaltungsangestellten wichtig – müssen ihre Geschichten auch eine gewisse Tiefgründigkeit aufweisen. „Sie sollen zum Nachdenken anregen“, betont die Wolfurterin. „Vielleicht sogar einen neuen Horizont eröffnen. Dann haben sie vor meiner inneren Kritikerin bestanden.“

Authentische Hochspannung
Wenn Lotte R. Wöss und Stefanie Graf auf die Bühne treten, steigt die Spannung. Erstere liest aus „Kaltblütige Abrechnung“, einem Graz-Krimi, wie er authentischer kaum sein könnte. Polizei-Chefinspektor Toni Wakolbinger wird die junge Assistentin Cindy Panzenböck, eine Ex-Kunstturnerin aus Vorarlberg, zur Seite gestellt. Wöss, 66 Jahre alt, aufgewachsen in Graz und selbst aktiv beim Turnsport Austria, war übrigens die erste Österreicherin, die das männliche Kunstturner-Kampfrichterbrevet besaß und so auch bei Staatsmeisterschaften werten durfte. Ihr Ermittler-Duo muss sich ebenfalls als sportlich erweisen, denn nach dem Mord an einem angesehenen Arzt beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Immer mehr Tote, immer brutaler – und jedes Mal liegt ein gestrickter, rosaroter Babyschuh auf dem Bauch der Opfer. Können Wakolbinger und „Panze“ den Serienkiller stoppen?


Ganz anders, aber nicht weniger knisternd ist der zweite Band des „Ländle-Krimis“, den Stefanie Graf zum Besten gibt. Ermittelt wird ebenfalls dort, wo sie die Welt wie ihre eigene Westentasche kennt: in der Schule. Die Jüngste im Viererbund arbeitet nämlich als Lehrerin an der HLW Marienberg und lässt in „Tod im Lehrerzimmer“ Chefinspektor Spiegel gleich zwei Verbrechen an zwei Schauplätzen aufklären. Die aus Augsburg stammende Autorin blickt dabei tief in die Lebensrealität der Vorarlbergerinnen und Vorarlberger: „Ich versuche, die Mentalität und die Atmosphäre ganz bewusst einzufangen“, bestätigt sie.

Persönlich signiert
Anschließend nehmen sie sich Zeit, um ihre Werke für die Leserinnen und Leser ganz persönlich zu signieren. Der Eintritt ist frei. (mh)

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