„Normalität“ wird hinterfragt
Feldkircher Literaturtage beleuchten patriarchale Mythen
Fotos: Andrew Collberg / MaxZerrahn
Patriarchale Denkmuster wirken oft unsichtbar – und prägen dennoch Beziehungen, Rollenbilder und gesellschaftliche Normen. Die Feldkircher Literaturtage 2026 gehen von 21. bis 23. Mai diesen Mythen literarisch auf den Grund.
Von Mutterschaft über gesellschaftliche Erwartungen bis hin zur Frage, was eigentlich als „normal“ gilt, ziehen Patriarchale Vorstellungen unseren Alltag. Die Feldkircher Literaturtage widmen sich genau diesen oft unsichtbaren Strukturen beziehungsweise patriarchalen Mythen – und fragen, wie Literatur dazu beitragen kann, sie aufzubrechen.
Zum Auftakt im Theater am Saumarkt begibt sich Bestseller-Autorin Rebekka Endler auf die Suche nach den Ursachen des Patriarchats. Gemeinsam mit Svea Mausolf richtet sie den Blick auf gesellschaftliche Mechanismen, die Ungleichheiten täglich reproduzieren, und stellt sich die Frage, wer eigentlich das wahre Monster ist.
Während Endler historische und kulturelle Ursprünge analysiert, zeichnet Mausolf in ihrem Roman ein schonungsloses Bild einer von Klischees geprägten Gesellschaft.
Am Freitag rückt mit Anne Sauer eine sehr persönliche Perspektive in den Mittelpunkt. In ihrem Roman „Im Leben nebenan“ entwirft sie zwei mögliche Lebenswege einer jungen Frau – mit und ohne Kind. Auch der Samstag bleibt mit Ozan Zakariya Keskinkılıç politisch und persönlich zugleich. Keskinkılıç erzählt in „Hundesohn“ von Identität, Zugehörigkeit und Begehren.
Rahmenprogramm
Abseits der Abendveranstaltungen lädt ein Rahmenprogramm dazu ein, Literatur ganz praktisch zu entdecken. So gibt Buchblogger Johannes Bullinger Einblicke in queere Literatur und empfiehlt persönliche Favoriten. (ice)
Info:
Do 21.5., 19.30 Uhr: Rebekka Endler & Svea Mausolf
Fr 22.5., 15 Uhr: Rahmenprogramm; 19.30 Uhr: Anne Sauer
Sa 23.5., 19.30 Uhr: Ozan Zakariya Keskinkılıç
www.saumarkt.at







