Salonvortrag in der Villa Falkenhorst verbindet Generationen

70 Jahre Österreich im Europarat

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Foto: Gemeinde

Am 6. Mai lud die Villa Falkenhorst zu einem ganz besonderen Salonvortrag ein. Unter dem Titel „70 Jahre Österreich im Europarat – Engagement, Werte und europäische Verantwortung“ bot die Veranstaltung spannende Einblicke in die Arbeit jener paneuropäischen Institution, die sich dem Schutz von Menschenrechten, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit verschrieben hat.
Als hochkarätiger Referent konnte Andreas Lins gewonnen werden. Der gebürtige Feldkircher ist seit 2022 österreichischer Generalkonsul in Straßburg und stellvertretender Leiter der Ständigen Vertretung Österreichs beim Europarat. In seinem fundierten Vortrag spannte er den Bogen von den historischen Rahmenbedingungen des österreichischen Beitritts vor sieben Jahrzehnten bis hin zu den aktuellen Herausforderungen für multilaterale Institutionen. Dabei beleuchtete er insbesondere die Rolle kleiner und mittlerer Staaten im Gefüge der internationalen Politik.

Politische Bildung trifft auf nachberufliche Lebensphase
Die Salonvorträge der Villa Falkenhorst richten sich traditionell an Menschen in der nachberuflichen Lebensphase. Der gestrige Vormittag zeichnete sich jedoch durch ein besonderes, generationenübergreifendes Publikum aus: Neben den treuen Stammgästen und interessierten Besuchern nahmen auch Schülerinnen und Schüler der Mittelschule Thüringen an der Veranstaltung teil.
Der Besuch der Jugendlichen fand im Rahmen des Projekts „culture.connected“ statt, einer vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF) sowie dem OeAD geförderten Initiative. Ziel der Kooperation zwischen der Villa Falkenhorst und der MMS Thüringen ist es, junge Menschen nachhaltig für demokratische Prozesse zu sensibilisieren und ihnen konkrete Erfahrungsräume politischer Teilhabe zu eröffnen.

Begeisterte Rückmeldungen der Jugend
Dass dieses Konzept der Kulturvermittlung voll aufgeht, zeigten die durchweg positiven Reaktionen der Schülerinnen und Schüler im Anschluss an den Vortrag. Die komplexe Thematik der europäischen Zusammenarbeit wurde greifbar und stieß auf großes Interesse.
„Voll informativ und interessant, dass es neben der EU auch noch andere Institutionen gibt, die uns beschützen und für uns wichtig sind“, sagt Moritz, Schüler der MMS Thüringen
Auch seine Mitschülerinnen und Mitschüler zeigten sich beeindruckt: Während Lena den Vortrag als sehr spannend empfand und Luis betonte, sehr viel Neues gelernt zu haben, brachte es Wilhelm auf den Punkt: „Mir hat es supergut gefallen, die Veranstaltung würde ich jederzeit wieder besuchen.“
Nach einer kurzen Pause nutzte das gemischte Publikum die Gelegenheit, sich aktiv in die Diskussion einzubringen. Die zahlreichen Fragen an Generalkonsul Lins zeigten, dass der Europarat nicht nur als historische Konstante, sondern als lebendiges Forum europäischer Verantwortung wahrgenommen wird – ein gelungener Abschluss der Salonvortragsreihe vor der Sommerpause. (pd)