Oberländer Jägertage standen für regen Austausch

„Mehr wissen, besser verstehen“ – rund 2.000 Gäste waren bei der Bezirksversammlung in Raggal

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    Bei den Oberländer Jägertagen in Raggal gab es auch einige Ehrungen. 

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Foto: VLK/Hofmeister

Die Oberländer Jägertage sind seit zwei Jahrzehnten ein bedeutender Treffpunkt für den fachlichen Austausch rund um Jagd, Wildbewirtschaftung und Lebensraumschutz. Im Fokus der diesjährigen Veranstaltung stand das Thema „Mehr wissen – besser verstehen“.

Die 20. Oberländer Jägertage führten auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Jägerinnen und Jäger sowie Naturinteressierte aus dem In- und Ausland ins Große Walsertal. Neben der Bezirksversammlung standen der traditionelle Grundeigentümertag, die Hegeschau und eine zusätzliche Ausstellung auf dem Programm. Rund 2.000 Besucher wurden an den drei Tagen gezählt. Am Freitagvormittag erhielten zudem zirka 500 Schüler aus dem Bezirk Bludenz Führungen und Kurzvorträge zum Thema „Lebensraum-Wild-Jagd“. 

Ein zentraler Punkt auf der Tagesordnung der Bezirksversammlung war die Erfüllung des Abschussplans im zu Ende gehenden Jagdjahr 2025/26. Insgesamt wurden im Bezirk Bludenz 4.253 Stück Schalenwild erlegt, wobei das Rotwild mit 2.128 Stück den größten Anteil ausmacht, gefolgt von 1.285 Reh-, 751 Gams- und 89 Stück Steinwild. Während die vorgegebenen Mindestabschusszahlen beim Gams- und Steinwild nicht nur erfüllt, sondern teils übertroffen wurden, lag die Erfüllungsrate beim Rotwild bei knapp 100 Prozent und beim Rehwild bei 92 Prozent. Angesichts der hohen Abschussvorgaben sei die Erfüllungsrate insgesamt zufriedenstellend. Besonders hervorzuheben sei zudem die gute Planerfüllung in den Tbc-Gebieten des Bezirks.

Fundierte Fachkenntnisse
In den von Rotwild-Tuberkulose betroffenen Gebieten wurde der Rotwildbestand durch erhöhte Abschussvorgaben und große Anstrengungen der Jagdverantwortlichen in den vergangenen Jahren deutlich reduziert. Rechnerisch konnte die Prävalenz in diesem Gebiet halbiert werden. Im Zusammenhang mit der Gamswildbejagung und der FFH-Richtlinie konnten im Vorjahr offene Fragen weitgehend geklärt werden. Die Erkenntnis des Landesverwaltungsgerichtes aus dem Jahr 2025 bestätigte größtenteils die Beurteilung des Landes zum günstigen Erhaltungszustand des Gamswildes in Vorarlberg.

Mit dem Leitthema „Mehr wissen – besser verstehen“ rückten die Organisatoren der Oberländer Jägertage die Bedeutung fundierter Fachkenntnisse in den Fokus. Ohne entsprechendes Wissen sei eine zeitgemäße Wildbewirtschaftung kaum möglich. Wie die vergangenen Wochen gezeigt haben, bilden faktenbasierte Daten eine wesentliche Grundlage – sowohl für das Verständnis als auch für die Bereitschaft zur Umsetzung zum Teil auch außergewöhnlicher Maßnahmen. (pd)

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