Ein Mann mit Brille und Bard lächelt.

Mario Beib

Oh Tannenbaum, oh Weihnachts(alb)traum ...


Am Samstag ist der 24. Da schrillen bei mir alle Glocken. Lebkuchen, Spekulatius, Glühwein und andere Köstlichkeiten werden in den Supermärkten schon viele Wochen lang feilgeboten. Wobei, „feil“ heißt ja vom Ursprung her „billig“. Ob die Sachen das alle sind, sei mal dahingestellt.


Egal ob feil oder nicht, jedes Mal, wenn ich an den Dingen vorbeigehe, durchzuckt es mich. Habe ich was verpasst? Hat der Kalender einen Sprung gemacht?

„Ja ist denn scho Weihnachten?“ An diesen Werbespruch des deutschen Fußballkaisers erinnern mich die Sachen. Ich ertappe mich dabei, wirklich in den Kalender zu schauen. Meine Erleichterung ist groß. Uff. Erst Oktober. Weihnachten scheint noch weit weg in Raum und Zeit.


Doch der Schein trügt. Weihnachten rückt nicht nur näher, es ist praktisch schon da. Abgesehen von den oben genannten süßen Viktualien muss ich mir jetzt schon Gedanken machen. Gedanken über Geschenke: Wer bekommt was? Wen muss ich überhaupt beschenken?


Und was ist mit dem Weihnachtsbaum? Kauf ich den, schlag ich den selbst? Offiziell oder gar schwarz? Denn auch der ist ja mittlerweile ein Kostenfaktor.

Und dann die Frage: Nordmanntanne, Sitkafichte (Erinnerung an meine Kindheit) oder doch ein ganz anderer Baum?


Und dann die nächste Frage. Kommt der von hier oder aus Polen, Norwegen oder wer weiß woher? Kann ich meinen CO2-Abdruck möglichst klein halten?

Muss ich deswegen im nächsten Jahr möglicherweise auf meine Flugreise verzichten?
Ein wahrer Weihnachts(alb)-
traum. Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum. So grün bist du gar nicht.