Schlussstrich unter Skiliftbetrieb
Skilift Gröllerkopf in Übersaxen wird nach der kommenden Wintersaison stillgeleg
Foto: Bernd Hofmeister
Nach 60 Jahren endet in Übersaxen eine Ära: Der Skilift Gröllerkopf wird stillgelegt und rückgebaut.
Die Gemeindevertretung Übersaxen hat in ihrer jüngsten Sitzung mehrheitlich beschlossen, den Skilift Gröllerkopf nach der kommenden Wintersaison stillzulegen und rückzubauen. Damit endet nach sechs Jahrzehnten der Betrieb einer prägenden Wintersportanlage im Vorderland. Ausschlaggebend für die Entscheidung sind vor allem die immer geringer werdenden Betriebstage. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich in den vergangenen Jahren stetig verschärft. Der Skilift befindet sich auf einem Südhang in einer Höhenlage, die zunehmend von unsicheren Schneeverhältnissen geprägt ist. Fixkosten für Wartung, Versicherung und Betriebsbereitschaft fallen unabhängig von der tatsächlichen Nutzung an und führen damit zu steigenden jährlichen Verlusten.
Rund ein Jahr lang wurden auch alternative Nutzungskonzepte geprüft. Das ursprünglich angedachte Mattenskifahren als schneeunabhängige Lösung erwies sich jedoch aufgrund der Hanglage sowie der erforderlichen Investitionen als wirtschaftlich nicht tragbar und wurde nicht weiterverfolgt. Bürgermeister Manfred Vogt betont die Schwierigkeit der Entscheidung: „Ich hätte mir persönlich eine andere Zukunft für den Gröllerkopf gewünscht. Aber wir müssen ehrlich sein: Die Optionen sind dahingeschmolzen. Die Ausschüsse und die Gemeindevertretung haben sich diese Entscheidung nicht einfach gemacht.“ Zum Abschluss des Liftbetriebs plant die Gemeinde in der kommenden Wintersaison ein öffentliches Abschiedsfest. (pd/mm)







