Schüler und Social Media

Julio Wieser und Emilio Madlener berichten über spannende Podiumsdiskussion in Wien

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    Julio Wieser, Idan Hanin und Emilio Madlener (von re.).

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Foto: futureCampus hak has fk

Das Thema Social Media und der bewusste Umgang damit rückt immer stärker in den Fokus – nicht nur gesellschaftlich, sondern auch politisch.

Zwei Schüler von der hak has fk besuchten Ende November im Haus der Europäischen Union in Wien eine Podiumsdiskussion zum Thema „Social Media – ein demokratiegefährdendes Geschäftsmodell?“

In manchen Ländern ist der Zugang zu sozialen Netzwerken für Jugendliche unter 16 Jahren mittlerweile verboten. Auch hierzulande sehen viele Jugendliche kritisch, wie leicht der Zugang zu Plattformen gelingt und wie stark die Beeinflussung ist. Gerade die Meinungsbildung wird durch Social Media enorm geprägt. Genau darum ging es in der Podiumsdiskussion, an der Emilio Madlener und Julio Wieser, beide EU-Juniorbotschafter vom FutureCampus hak has Feldkirch im Haus der Europäischen Union in Wien teilnahmen.

Die Veranstaltung bot spannende Einblicke in die komplexen Zusammenhänge zwischen sozialen Medien, Politik und gesellschaftlicher Verantwortung. Moderiert wurde die Diskussion von Idan Hanin, der die Debatte mit einer Prise Humor und Leichtigkeit begleitete.

Teilnehmer der Podiumsdiskussion waren unter anderem Verena Kontschieder, ehemalige Meta-Managerin im Policy-Bereich und heute CEO von Opendata.ch, Peter Knees, Professor an der TU Wien und Experte für Empfehlungsalgorithmen, Desiree Schmuck, Wissenschaftlerin für politische Kommunikation und Social Media, oder Filip Paspalj, Experte für digitale Rechtsfragen und Plattformregulierung.

Die Diskussion zeigte, so sind sich beide Schüler einig, wie stark Social-Media-Plattformen die Wahrnehmung und Meinungsbildung beeinflussen können. Desiree Schmuck zum Beispiel erklärte, dass Filterblasen, Echokammern und „Newssnacking“ – also das schnelle Bilden von Meinungen auf Basis kurzer Schlagzeilen – die Informationsaufnahme vieler Nutzer prägen.

Verena Kontschieder berichtete aus ihrer Zeit bei Meta, wie algorithmisch gesteuerte Inhalte Aufmerksamkeit generieren und oft polarisierende Inhalte bevorzugt werden. Peter Knees ergänzte, dass diese Funktionsweise systematisch in den Plattformen verankert ist. Filip Paspalj beleuchtete die rechtliche Perspektive und betonte, dass Social Media ein grundrechtssensibles Gebiet sei, das klare Regeln und regelmäßige Anpassungen benötigt.

Abgerundet wurde die Diskussion durch politische Beiträge aus dem Europäischen Parlament. Alexandra Geese (The Greens/EFA) hob die Bedeutung von Transparenz, Regulierung und einer aktiven Zivilgesellschaft hervor, während Helmut Brandstätter (Renew Europe) für mehr Selbstbestimmung der Nutzerinnen und Nutzer im digitalen Raum plädierte.

Für Emilio Madlener und Julio Wieser war die Teilnahme besonders wertvoll. Als EU-Juniorbotschafter erhielten sie tiefe Einblicke in die Herausforderungen, die Social Media auch für die Demokratie mit sich bringt, und konnten in persönlichen Gesprächen reflektieren, welche Auswirkungen digitale Plattformen auf unser Leben haben. Damit zeigte die Teilnahme der beiden eindrucksvoll, dass junge Menschen sich durchaus bewusst mit den Chancen und Risiken von Social Media auseinandersetzen und die Bedeutung kritischer Reflexion und digitaler Verantwortung erkennen. (ice)

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