Mario Beib
So geht man mit Patienten nicht um ...
Das Ziel ist in Kürze erreicht. Weniger verdienende und gesetzlich versicherte Menschen können demnächst unschwer erkannt werden. Dabei ist Österreich ein Land, das große Stücke auf seine Gesundheitsversorgung hält. Es hat beispielsweise gute Zahnärzte und ebenso gute Augenärzte.
Auch andere Fachärzte. Gut ausgebildet und wahrscheinlich nicht schlecht verdienend.
Das als Patient zu nutzen, ist derzeit problematisch. Da hat man im Sommer 2025 das Glück, nach einer zweijährigen Wartezeit einen Termin bei einem Augenarzt zu erhalten. Untersuchung fertig, alles gut. Mit der anschließenden Bitte der Ärztin, im folgenden April/Mai einen Termin für eine Kontrolluntersuchung zu terminieren.
Ein sehr schwieriges Unterfangen. Erst heißt es, man dürfe erst drei Monate im Voraus einen Termin ausmachen, und wenn man das dann im Juli machen will, wird einem beschieden, die nächsten drei Monate sei in der Praxis alles ausgebucht. Der Nachsatz als Sahnehäubchen: „Wenn sie das nicht wollen, suchen sie sich doch einen anderen Arzt.“
Der Kreislauf beginnt von vorne, die reinste Köpenickiade. Bis zu einem neuen Termin ist man im Zweifel blind.
Das kann nicht im Sinne des Erfinders sein. Oder doch? Wer hat das System grundlegend neu erfunden? Richtig, Schwarz-blau. Grundlos und ohne Verstand wurden die Landeskrankenkassen fusioniert und Versprechungen über Versprechungen abgesondert.
Geblieben sind mehr als Zweifel. Sparen ist die Devise, natürlich auf Kosten der Ärzte und Patienten. Und die verhungern am langen Arm der Politik, der Kassen und der Willkür. So sollte mit Patienten nicht umgegangen werden.








