40 Jahre Basilika
Rankweils Wallfahrtskirche mit langer Tradition und besonderem Jubiläum
Foto: Philipp Steurer
Seit vier Jahrzehnten trägt Rankweils Wahrzeichen den Titel Basilika – seine Geschichte reicht jedoch weit darüber hinaus.
Wer den Liebfrauenberg in Rankweil „erklimmt“, betritt einen Ort, an dem Geschichte seit mehr als 1.300 Jahren lebendig ist. Seit dem 8. Jahrhundert steht hier ein kirchliches Bauwerk, das über Jahrhunderte hinweg zu einem der bedeutendsten Wallfahrtsorte der Region heranwuchs. Vor genau 40 Jahren erhielt die Liebfrauenkirche schließlich den Titel einer Basilika.
Bereits im Mittelalter zog zunächst das „Wundertätige Kreuz“, später das Gnadenbild der Mutter Gottes, Pilger aus dem Vorarlberger Vorderland, dem Schweizer Rheintal und weit darüber hinaus nach Rankweil. Die Wallfahrt prägte dabei nicht nur das religiöse Leben, sondern auch die Entwicklung des Ortes. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Kirche mehrfach verändert. Nach ihrer starken Beschädigung in den Schweizerkriegen entstand im 15. Jahrhundert die markante gotische Wehrkirche. Später ergänzten unter anderem barocke Elemente das Bauwerk, sodass sich heute romanische, gotische und barocke Baustile harmonisch vereinen.
Nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten in den 1970er- und 1980er-Jahren wurde die Liebfrauenkirche auf Initiative des damaligen Wallfahrtsseelsorgers Robin und mit Unterstützung des Feldkircher Bischofs Bruno am 29. Juni 1986 offiziell zur Basilika Minor erhoben. Seither erinnert das päpstliche Wappen am Aufgang zur Kirche an diese besondere Auszeichnung. Auch vier Jahrzehnte später ist die Basilika weit mehr als ein historisches Bauwerk. Sie ist Wallfahrtsort, kultureller Treffpunkt und Wahrzeichen Rankweils. Wer ihre bewegte Geschichte näher kennenlernen möchte, hat dazu am 10. Juli bei der Führung „Basilika – Wallfahrtskirche am Liebfrauenberg“ Gelegenheit. (mm)






