Spatenstich Gedenkort Rodund
Startschuss für einen Ort, der an die Opfer der NS-Zwangsarbeit erinnert
Foto: illwerke vkw
Direkt neben dem illwerke vkw zentrum montafon entsteht ein Ort, der an die Opfer der NS-Zwangsarbeit erinnern und gleichzeitig Raum für Begegnung, Dialog und historisches Lernen schaffen soll.
Während der Herrschaft des NS-Regimes von 1938 bis 1945 arbeiteten tausende ausländische Arbeitskräfte in Vorarlberg. Ein Teil dieser vornehmlich zwangsverpflichteten Arbeiter war im Montafon auf Baustellen eingeteilt, die im Zusammenhang mit dem Ausbau der Wasserkraftnutzung durch die Vorarlberger Illwerke standen. Ihre Schicksale sind Teil der Unternehmensgeschichte. Die Erinnerung wachzuhalten, sehen die illwerke vkw als Verpflichtung. „Mit dem Gedenkort Rodund schaffen wir dafür einen würdigen Raum“, betonte Vorstandsvorsitzender Christof Germann.
Ein offener Raum
Das architektonische Konzept orientiert sich an der Form eines griechischen Amphitheaters. Drei kreisförmig angeordnete Sitzstufen bieten Platz für rund 100 Menschen. Eingebettet in die Landschaft am Becken Rodund entsteht ein offener Raum, der zum Innehalten, Nachdenken und Austausch einlädt.
Namen und Geschichten
Ein wesentliches Element sind die Namen und Lebensgeschichten von Menschen, deren Schicksale mit der NS-Zeit und der Zwangsarbeit verbunden sind. Diese werden direkt in die Architektur integriert. Ergänzend vermitteln historische Informationen unterschiedliche Perspektiven auf die Vergangenheit.
Der Gedenkort soll dabei weit mehr sein als ein klassisches Denkmal. Er wird als lebendiger Ort gestaltet, an dem Geschichte auch für kommende Generationen erfahrbar bleibt.
Gemeinsam mit dem vorarlberg museum wird ein Vermittlungsprogramm entwickelt, das unterschiedliche Formen der Auseinandersetzung ermöglicht – von Führungen und Vorträgen bis hin zu Lesungen, Diskussionen und kulturellen Veranstaltungen. (pd)







